Schlaflos auf Vermisstensuche

FRAUENFELD ⋅ Der Schweizer Science-Fiction-Thriller «Rewind» wird am nächsten Samstag im Schlosskino gezeigt. Eine der Hauptdarstellerinnen ist in der Kantonshauptstadt aufgewachsen.
07. Oktober 2017, 09:15
Christian Ruh

Christian Ruh

christian.ruh@thurgauerzeitung.ch

Sechs junge Erwachsene gehen zusammen in den Ausgang. Nach einer unüblichen Nacht wachen sie bei einem der Gruppe daheim auf – zwei von ihnen sind aber verschwunden. So machen sich die restlichen vier auf die Suche nach ihren Kollegen.

Was sich im ersten Moment wie ein Reboot der «Hangover»-Filmtrilogie anhört, könnte eigentlich nicht unterschiedlicher sein. «Wir haben uns beim Schreiben des Drehbuchs an keinen anderen Filmen orientiert. Die Parallele in der Grundidee zu den ‹Hangover›-Filmen ist uns erst später aufgefallen», sagt Tobias Grütter, Aufnahmeleiter und Co-Autor des Films «Rewind». Der Film ist eher im Genre von Thriller und Science-Fiction einzuordnen, das Ziel sei gewesen, etwas zu erschaffen, was es in der Schweizer Kinoszene so noch nicht gab.

2014 filmte das Team neun Tage lang, teilweise bis zu 15 Stunden für das 80-minütige Werk. Möglich war das nur, weil viele Szenen in der gleichen Location, der Villa Sutter in Münchwilen, gedreht wurden. «Die Tage waren sehr stressig, wir bekamen wenig Schlaf und den Drehplan konnten wir trotzdem nie einhalten» meint Grütter.

Am kommenden Samstag, 14. Oktober, wird der Film zum ersten Mal in Frauenfeld, im Schlosskino, ausgestrahlt.

In der Heimatstadt auf der Kinoleinwand

Eine der Hauptdarstellerinnen, Soraja Trigo, ist gebürtige Frauenfelderin. «Mein Charakter im Film ist neu in der Stadt, kennt noch kaum jemanden und ist auch sehr zurückhaltend», sagt Trigo. Im Laufe der Story soll dieses Klischee aber gebrochen und ihr Charakter weiterentwickelt werden.

Trigo hat ihren schauspielerischen Start im Frauenfelder Vorstadttheater gehabt. Dort fasste sie die Entscheidung, Schauspiel professionell zu verfolgen. «Beim Dreh von ‹Rewind› war ich noch Amateur, inzwischen habe ich mein Studium an der Stage Academy of Switzerland in Zürich begonnen, dass noch bis Ende Jahr geht.» Zukunftspläne hat sie auch schon: «Ich bin im Gespräch mit einem Regisseur eines Filmes über Islamophobie. Eine mündliche Zusage habe ich schon.»


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