Es hat sich ausgespart

FRAUENFELD ⋅ Der Quartierladen im Langdorf öffnet am 20. Dezember zum letzten Mal seine Türen. Die Gründe seien hauptsächlich wirtschaftlicher Natur, sagt die Spar-Zentrale in St. Gallen
07. Dezember 2017, 05:20
Christian Ruh

«Hallo Nachbar! Wir schliessen unsere Filiale in Frauenfeld», heisst es auf einem roten Schild vor dem Eingang der in 1991 eröffneten Spar-Filiale im Quartier Langdorf. Am 20. Dezember ist es aus für den hiesigen Laden der internationalen Kette. «Die Schliessung der Spar-Filiale in Frauenfeld hat wirtschaftliche Gründe», sagt Silvia Manser, Pressesprecherin der Spar-Gruppe. Das wirtschaftliche Umfeld habe sich seit der Gründung vor 26 Jahren stark verändert.

Die Konkurrenz im Quartier ist gross

In den vergangenen Jahren wurden im Quartier Langdorf Filialen der Supermarktketten Lidl, Migros und Coop eröffnet. Dadurch wurde die Auswahl an Lebensmittelläden für die Bewohner des Quartiers sehr viel breiter. Die finanzielle Lage der Frauenfelder Spar-Filiale verschlechterte sich.

Ausserdem läuft der Mietvertrag für die Liegenschaft an der Zürcherstrasse 282 im Dezember aus. «Wir haben uns dazu entschieden, den Mietvertrag nicht zu verlängern, da der Markt auch komplett saniert hätte werden müssen», sagt Silvia Manser. Den Mitarbeitern des Standorts Frauenfeld würde aber nicht gekündigt, ihnen wurden Stellen an anderen Standorten der Ladenkette angeboten.

Christian Ruh

christian.ruh@thurgauerzeitung.ch




 

Oh Tannenbaum

Die Handelskette Spar wurde 1932 von Adrian van Well in Amsterdam gegründet. Sie breitete sich zuerst in Europa, später auch nach Asien, Afrika und Australien aus. In der Schweiz gibt es mittlerweile 185 Spar- und Spar-Express-Filialen. Davon gehört ein Viertel direkt dem Konzern, die restlichen drei Viertel werden im Franchising-System geführt. Der Name der Ladenkette kommt von «de Spar», was auf niederländisch die Tanne bedeutet. Deshalb ziert dieser Baum auch ihr Logo. Mit dem deutschen Wort sparen hat der Name also nichts zu tun. (chr)


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