Endlich im richtigen Rot online

Seit gestern Morgen läuft der neue Internetauftritt der Stadt. Als Benutzer fällt einem das neue Design auf. Viel wichtiger ist aber, dass die zwölf städtischen Websites unter einem Dach laufen. Zudem ist das Fingerverrenken auf dem Smartphone Geschichte.
02. Dezember 2017, 09:23
Mathias Frei

527000 Zugriffe hat www.frauen feld.ch , der Internetauftritt der Stadt, im vergangenen Jahr verzeichnet. Das sind 175000 Besuche mehr als im Jahr 2010. Damals wurde die Website letztmals einem Redesign unterzogen. Die Internetseite gehöre heutzutage zu den wichtigsten Kommunikationskanälen für die Stadt, unterstrich gestern Kommunikationschef Andreas Anderegg an der Präsentation des neuen städtischen Onlineauftritts. Anderegg leitete eine entsprechende departementsübergreifende Projektgruppe. Das Resultat dieser Arbeit ging gestern Morgen um 8 Uhr online. Der neue Auftritt sei nun «state of art», stellte Stadtpräsident Anders Stokholm fest. Sicher sei es wichtig, technisch und layouterisch à jour zu bleiben. Vor allem müsse ein Auftritt nützlich daherkommen und eine schnelle Zugänglichkeit aufweisen. «Und das Schlimmste ist, wenn man nicht aktuell ist.»
 

Schnelleinstieg zu beliebten Themen

Was Nutzern zuerst auffällt, ist das neue Design. Die News-Meldungen sind geblieben. Neu gibt es Kacheln mit verschiedenen thematischen Schnelleinstiegen. Was hier verlinkt wird, aber auch saisonal angepasst wird, basiert auf der Statistik oft geklickter Themen. Neu ist die ganze Webseite auch im richtigen Frauenfelder Rot. Die letzten 15 Jahre war es der falsche Pantone-Farbton, «etwas zu scharf rot», wie Senior-Screendesigner Matthias Gamper von der Firma Backslash gestern erläuterte. Der Auftritt sei grosszügiger gestaltet sowie auf grössere Bildschirme und grössere Bandbreiten optimiert. Und vor allem: www.frauenfeld.ch ist nun im «responsive design». Das Endgerät spielt keine Rolle. Das Zoomen und Verrenken der Finger auf einem Smartphone sei Geschichte, sagt Gamper.

Wichtiger als der Neuanstrich sei aber, dass nun alle zwölf städtischen Webseiten mit demselben «Motor» laufen. Mit dieser Govis-Software könnten mehrere Seiten unter einem Dach vereint werden. Die Werkbetriebe, das Alterszentrum Park und die Plattform «Altersfreundliches Frauenfeld» sind bereits umgestellt. «15 Jahre lang arbeitete man mit dem gleichen CMS-System. Es war Zeit für einen neuen Auftritt.» Schnittstellen für mögliche zukünftige Anwendungen wie die digitale Identität Swiss-ID seien möglich. Und wie bereits die frühere Website ist auch der neue Auftritt behindertengerecht.

Diesen September fanden für rund 30 Stadtangestellte Schulungen auf dem neuen System statt. Sie werden die Website künftig aktuell bewirtschaften. Zugleich wurde die Webcam (von 2004) auf dem Rathausdach ersetzt, wie Urs Stäheli von der städtischen Informatik sagte.

Mathias Frei

mathias.frei

@thurgauerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: