Die Herbstmesse braucht noch ein Jahr

FRAUENFELD ⋅ Eigentlich war ihr Vorhaben unmöglich. Trotzdem versuchten Bettina Meile und Pascal Möller, innert eines halben Jahres eine neue Messe für diesen Herbst zu organisieren. Nun folgt der Vernunftsentscheid: Die erste Ausgabe findet erst im Oktober 2018 statt.
30. September 2017, 05:19
Mathias Frei

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Schweren Herzens haben sich Bettina Meile und Pascal Möller dazu durchgerungen. Die Vernunft sagte: Messe verschieben. Denn die Zeit für eine gute, seriöse Organisation war einfach zu kurz. Jetzt findet die erste Ausgabe der neuen Frauenfelder Herbstmesse statt diesen Oktober eben erst in einem Jahr statt. Das Datum ist fixiert: Samstag und Sonntag, 27. und 28. Oktober 2018. Als Ort ist die Konvikthalle bereits reserviert. «Jetzt können wir wieder in Ruhe arbeiten und die neue Messe noch besser aufgleisen», sagt Co-Organisatorin Bettina Meile. Denn in den vergangenen Wochen, als der Entscheid betreffend «Verschieben oder nicht» getroffen werden musste, seien sie schon ziemlich unter Strom gestanden.

«Die Martini-Mäss ist tot, es lebe die Herbstmesse»: Das hiess es Anfang April in der TZ. Der Ausstellerverein der Martini-Mäss hatte das Ende der Frauenfelder Traditionsmesse beschlossen und sich danach aufgelöst. Aber das Licht am Ende des Tunnels war bereits wieder zu sehen.

An Auflösungsversammlung neue Messe präsentiert

Bettina Meile und Pascal Möller, beide im Vorstand der Martini-Mäss, präsentierten den Vereinsmitgliedern an der Auflösungsversammlung ein Konzept für eine neue, redimensionierte Herbstmesse. Die Vereinsmitglieder beschlossen, dass das Martini-Mäss-Vermögen von rund 6000 Franken an die neuen Messeveranstalter gehen sollte, falls es mit der Herbstmesse bis Ende 2018 klappen sollte.

Die beiden neuen Macher verfügen über langjährige Erfahrungen im Eventmanagement. Meile ist zudem in der PR-Branche tätig. Das sind gute Voraussetzungen für einen Neustart. Für beide ist die neue Herbstmesse aber nur ein zeitaufwendiges Hobby, jedoch kein Brotjob. «Wir haben seit April jede freie Minute in die Herbstmesse investiert», sagt Bettina Meile. Zudem haben die beiden neuen Messemacher diesen Sommer auch einen Verein gegründet, um sich finanziell abzusichern. Meile ist Präsidentin, Möller hat das Vizepräsidium übernommen. Der Verein müsse aber in Sachen Mitgliederzahl nicht wachsen.

Konvikthalle bietet Platz für 26 Aussteller

Die neue Messe in der Konvikthalle soll Platz für 26 Aussteller bieten. Angesprochen sind primär Gewerbler aus der Regio Frauenfeld. Zudem wird grosser Wert auf eine attraktive Standgestaltung gelegt. Wichtig ist den Messeveranstaltern zudem ein optimaler Angebotsmix. «Bei so wenigen Standplätzen wollen wir auswählen können», sagt Meile. Schon vor den Sommerferien hatten die Messemacher die ersten sechs Firmen ins Boot geholt. Dann stoppten sie die Ausstellerakquise. Weiterhin trafen aber Anfragen von Interessenten ein. Dazu muss auch erwähnt werden, dass bei der Martini-Mäss ein Verkaufsprofi für die Akquise angestellt war. Bei der Herbstmesse übernehmen Meile und Möller diese wichtige Aufgabe. Nach den Sommerferien lagen dann auch alle Abklärungen und Offerten von Messebauern sowie für Veranstaltungstechnik und Reinigung vor.

Bisher sei zwar das Martini-Mäss-Vermögen noch nicht bei ihnen eingetroffen, sagt Bettina Meile. Dafür sei ihnen von vielen anderen Seiten enormes Wohlwollen entgegengebracht worden. Auch Stadtpräsident Anders Stokholm habe ihnen Unterstützung in Aussicht gestellt.

Herbstmesse: Samstag, 27., und Sonntag, 28. Oktober 2018. www.herbstmesse-frauenfeld.ch


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