Zum Start geht’s auf die Insel

Nun ist sie offiziell eingeläutet, die Schifffahrtssaison zwischen Schaffhausen und Bregenz. Am Samstag gab die 46. Internationale Flottensternfahrt den Rahmen. Auch die URh war mit einem Schiff dabei.
01. Mai 2017, 05:18
Ernst Hunkeler

Ernst Hunkeler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Den Flotten der Bodenseeländer kam zugute, dass Petrus einst selber Fischer und Nautiker war. Denn nach einer winterlichen Woche präsentierte sich das Wetter just am Samstag von seiner besten Seite: Der blaue Himmel wölbte sich von Horizont zu Horizont, und aus jedem kamen die Schiffe zur Insel Mainau geeilt: Die «Vorarlberg» (Vorarlberg-Lines), die «Schwaben», «Konstanz» und «Überlingen» (alle Bodensee-Schiffsbetriebe), die «St. Gallen» (Schweizerische Bodensee-Schifffahrt) sowie die «Schaffhausen» (Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein).

Die thurgauisch-schaffhausische Reederei war mit Kapitän Urs Thaler, Maschinist Daniele Tresoldi, Kassier Markus Böhm sowie Geschäftsführer Remo Ray als versiertem Gastgeber und mit 120 Passagieren dabei. Wobei Verwaltungsratspräsident Reto Dubach in Ermatingen den örtlichen Vizepräsidenten Thomas Ribi sowie Regierungsrat Walter Schönholzer samt Familien an Bord begrüsste. Für Ribi war es gleichsam eine Rückkehr zu den Wurzeln, denn Vater Hans war einst Oberkapitän bei der URh und bekleidete damit denselben Rang wie Urs Thaler im Steuerhaus.

Sechs Schiffe fahren die Mainau an

Bei gemütlichem Zusammensein im Schiffsrestaurant, einem Fünf-Sterne-Mahl und Tafelmusik von der Dixie-Band «Les Solörs» traf die «Schaffhausen» vor Haltnau bei Meersburg die anderen fünf Einheiten des Meetings. In armadagleicher Keilformation fuhr man von da in Richtung Mainau-Hafen, wo die Passagiere die Insel förmlich überschwemmten. Für die einen stand nun eine Inselbesichtigung an, Kapitäne und Offizielle eilten zum Empfang bei den Gräfinnen Bettina und Sandra sowie Graf Björn im Palmenhaus. Für die Gästeschar gab es süffige Palmen-Cocktails, die Kapitäne nahmen zudem eine Kiste mit hochprozentigem Main­au-Wasser in Empfang. Nach dem kurzen «Inselurlaub» ging es zurück an Bord und zum traditionellen Flottenstern, diesmal auf dem Überlingersee, wobei als besondere Attraktion ­jeweils zwei Schiffe so nah in Tuchfühlung gingen, dass Weinflaschen von Bug zu Bug gereicht werden konnten. Als die Bordkapellen dann auch noch die «Fischerin vom Bodensee» intoniert hatten, löste sich der Stern auf, und die Schiffe rauschten ihren Heimathäfen entgegen.

Wer übrigens Lust auf noch mehr Sternfahrt hat, dem sei ­ für den kommenden Samstag ­Radolfzell empfohlen. Zum 750-Jahr-Stadtjubiläum werden sich um 20 Uhr mehrere Schiffe – darunter ab Kreuzlingen auch wieder die «Schaffhausen» der URH – zum ersten Radolfzeller Flottenstern treffen.


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