Thurgauer Verstärkung für Öko-Dampfer

Der Steckborner Raimund Hipp ist das neuste Mitglied im Vorstand von Pro Dampfer. An der Generalversammlung vom Freitag blickten die Verantwortlichen zuversichtlich in die Zukunft.
10. April 2017, 08:25
Margrith Pfister-Kübler

«In Raimund Hipp haben wir einen Vorstandskandidaten gefunden, der mit seiner beruf­lichen Ausrichtung sehr gut zu einem Öko-Dampfer passt.» Er verstärke zudem das Thurgauer Element im Vorstand, freute sich Eduard Joos, Präsident des Vereins Pro Dampfer, an der GV am Freitagabend im Chlosterhof in Stein am Rhein. Neben Raimund Hipp, Leiter Natur und Landschaft Thurgau, ist mit Vizepräsident Hansjörg Lang (Mammern) ein weiterer Thurgau mit an Bord des Projekts. Der Frischgewählte dazu: «Das geplante CO2-neu­trale Öko-Dampfschiff ist nicht nur modern ein technischer Klimmzug, sondern auch ein schönes Schiff.» Hipp will bald erleben, dass er bei niedrigem Wasserstand im Februar mit dem Dampfer den Rhein hochfahren darf. «Das kann im Winter nur der geplante Dampfer.»

Rückenwind aus dem Thurgau bekommt das Projekt auch aus Ermatingen. Präsident Eduard Joos verkündete die News an der Versammlung taufrisch: «Die Gemeinde Ermatingen hat fünf Aktien zu tausend Franken gezeichnet.» Der Verein hat bei der letzten GV den Vorstand ermächtigt, die Pro Dampfer AG zu gründen, die das Kapital für den Bau und Betrieb des Dampfschiffes zusammentragen soll. Ver­waltungsratspräsident der Pro Dampfer AG, Hansjörg Lang: «Bis jetzt sind 800 006 Franken einbezahlt worden.» (Unsere Zeitung berichtete.)

Den Jahresbericht fasste Präsident Eduard Joos zusammen: Aktuell 2246 Mitglieder, was einer Zunahme von 40 Personen entspricht. Auch der 1000er-Club hat von 174 auf 193 zugenommen. Seit dem 2. Juni 2016 konnten ­zusätzlich 335 Aktionäre neu ­gewonnen werden, die über 800 000 Franken zusammengetragen haben. «Fast 2600 Anhänger. Das ist ein riesiger Fan-Club für die Dampferschifffahrt auf dem Rhein und Untersee», sagte Präsident Joos mit Stolz in der Stimme. Um alles anzukurbeln, habe man auch keinen Aufwand gescheut.

Die Zusammenarbeit mit der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) ist auch auf gutem Weg. Die URh verfügt über keine Mittel, sich an der Finanzierung zu beteiligen, werde aber den «VPD-Dampfer» betreiben. «Wir arbeiten bewusst zusammen», betonte Joos. Und die Pro Dampfer AG ist so konzipiert, dass eine Fusion mit der URh möglich ist; möglich wäre auch ein Zusammenschluss mit einer anderen Schifffahrtsgesellschaft oder ein Betrieb durch die Pro Dampfer AG.

Die Jahresgeschäfte gingen zügig über die Bühne. Walter Koch aus Diessenhofen spielte auf der Handorgel Seemannslieder, während Fans und Fachleute in geselliger Runde Gedanken austauschten.


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