Tagblatt Online, 27. April 2012 07:14:00
Transitachse nicht passierbar
Die Grabenstrasse ist ein zentraler Abschnitt, wenn die Tour de Suisse in Bischofszell gastiert; sie wird für den Verkehr gesperrt. (Bild: Georg Stelzner)
BISCHOFSZELL. Die Durchführung der Tour de Suisse in Bischofszell wirft viele verkehrstechnische Fragen auf. Das lokale OK baut auf die Erfahrung von Guido Peterhans, der 37 Jahre im Polizeidienst tätig war und die Stadt aus dem Effeff kennt.
THOMAS WEINGART
Wenn die Tour de Suisse durch die Altstadt rollt, sind gewisse Friktionen nicht zu vermeiden. Guido Peterhans verwendet dafür den schönen Mundartbegriff «Chrüsimüsi». Peterhans ist im OK für das Ressort Verkehr zuständig. Der ehemalige Polizeiadjutant macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass den Automobilisten und Anwohnern schwierige Tage bevorstehen. «Wir müssen gemeinsam das Beste daraus machen», meint er. Vor allem abends, wenn der Feierabendverkehr zunimmt und gleichzeitig die TdS-Etappe dem Ende zugeht, werde Geduld gefragt sein. «Nach 18 Uhr wird sich die Situation aber schnell wieder beruhigen», versichert Peterhans.
Umleitung über Sorntal
Zuvor gibt es Einschränkungen. So ist die Grabenstrasse ab 8 Uhr von der Sitterbrücke bis zum Kreisel beim Bahnhof Stadt für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitungen sind signalisiert. Von 14 bis 18 Uhr sind zusätzlich die Poststrasse und die Steigstrasse auf dem Abschnitt Bahnhofkreisel bis Langentannen (Gemeinde Hauptwil-Gottshaus) für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Fahrzeuge werden in Hauptwil via Sorntal und Niederbürerstrasse nach Bischofszell geführt.
Auch auf der Niederbürerstrasse gibt es zwischen 14 und 18 Uhr ab der Verzweigung Fileppistrasse bis zum Bahnhofkreisel kein Durchkommen mehr. Wer Richtung Amriswil möchte, kann über die Fileppi- und die Fabrikstrasse fahren, muss jedoch mit Stau rechnen. Peterhans empfiehlt den Industrie- und Gewerbebetrieben, ihre Lieferanten auf den Vormittag oder die Zeit nach 18 Uhr zu disponieren. «Bischofszellerinnen und Bischofszeller, die nicht zwingend auf das Auto angewiesen sind, benutzen am besten das Velo oder die öffentlichen Verkehrsmittel», rät Peterhans. Der Bahnverkehr zwischen Bischofszell Stadt, Sitterdorf und Bischofszell Nord wird am Tag der Etappenankunft von 15 bis 18 Uhr mit Autobussen aufrechterhalten.
Weniger Einschränkungen
Nach einem Zeitfahren am Freitag, 15. Juni, im zürcherischen Gossau kehrt die Tour für den Start zur 8. Etappe nach Bischofszell zurück. Der Startschuss fällt am Samstag, 16. Juni, zur Mittagszeit auf dem Obertorplatz. Zwischen 12 und 14 Uhr ist die Grabenstrasse ab der Einmündung Fabrikstrasse bis zum Bahnhofkreisel gesperrt. Der Verkehr wird über die Fabrik-, Fileppi- und Niederbürerstrasse umgeleitet. Am Samstagvormittag ist im Stadtzentrum mit grossen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
OK erhält Unterstützung
Die Tour de Suisse ist in vielen Belangen eine grosse Herausforderung, selbst für einen erfahrenen Mann wie Guido Peterhans. «Ich bin dankbar, auf die Unterstützung der Kantonspolizei, der Feuerwehr, der Samariter und des Zivilschutzes zählen zu können. Das klappt hervorragend», lobt Peterhans die Zusammenarbeit.
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