Tagblatt Online, 20. August 2010 01:03:09
Sommerlager der Jubla Horn
horn. Am Morgen des 10. Juli, noch bevor der letzte Bürger des Dorfes die Vorhänge öffnet, um in die Morgensonne zu blinzeln, versammelt sich ein Rudel von Räubern auf dem Dorfplatz, um für eine Woche in die Wälder von Nottingham zu ziehen. Es ist die Jubla Horn, die wie jeden Sommer mit Kindern von der ersten Klasse bis in die Oberstufe ins Sommerlager fährt.
Nachdem wir letztes Jahr das Mittelalter als Wikinger unsicher gemacht haben, war unser Ziel dieses Jahr, als Robin Hood und seine Gefährten dem habgierigen Prinz John und seinem Regime den Garaus zu machen. Auf unseren Velos fuhren wir also los, um an der Sitter, ganz in der Nähe von Bischofszell, unsere Räubersiedlung aufzubauen.
Nach dem schweisstreibenden Aufbau am ersten Tag wurde auch die ganze Woche für uns nicht leichter.
Immer wieder bekam die Schar Besuch von den Steuereintreibern, die im Namen des Königs jeden Tag Taler oder Geschenke verlangten.
Beim Erledigen von sportlichen Aufgaben und Spielen hiess es alles zu geben; schafften wir es nämlich nicht, die Anforderungen zu erfüllen, so schreckten diese Gauner vor gar nichts zurück; sogar unser Essen wurde eines Abends als Pfand von den Steuereintreibern beschlagnahmt.
Doch wie das so ist in mittelalterlichen Geschichten, die gute Seite muss stets der Sieger sein, und so schaffte es die Jubla Horn am Schluss des Lagers, mit ihrem Charme sogar die treuesten Diener des Königs auf ihre Seite zu ziehen, und kehrte als Sieger und voller schöner Erinnerungen an eine unvergessliche Woche von Bischofszell an der Sitter nach Horn am Bodensee zurück. (jh)
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