Tagblatt Online, 04. November 2008 11:25:26
Canzoni, Lieder, Songs …
Der aus Palermo stammende Liedermacher Pippo Polina gab in der Alten Kirche ein Gastspiel. Anders als die grossen Stars der italienischen Liedermacher-Szene verzichtet er auf grosse Gesten.
Alois Degenhardt
Romanshorn. Ein hoffnungsvoller Auftakt für die dem Lied gewidmeten «klangreich»-Konzerte in der Alten Kirche: Pippo Pollina, der in Zürich lebende Liedermacher aus Palermo, und Gitarrist Jean Pierre von Dach überzeugten mit gefühlvoller Musik.
Einmalige Atmosphäre
«Ich war noch nie in Romanshorn und weiss jetzt, dass es ein Fehler war», begrüsste der Sänger sein Publikum. Sicher war das mehr als pure Freundlichkeit, denn er ist nicht der erste und wird sicher nicht der letzte sein, der sich von der einmaligen Atmosphäre der Alten Kirche beeindruckt zeigt.
Seit vielen Jahren in Zürich lebend und inzwischen mit dem Schweizer Pass ausgestattet, kann und will Pippo Pollina seine Wurzeln nicht verleugnen. Anders als die grossen Stars der italienischen Liedermacher-Szene verzichtet er auf die grosse Geste und gewinnt sein Publikum glaubhaft als der «nette Junge von nebenan».
Vielseitiger Instrumentalist
Seine poetischen Texte beschäftigen sich auch, aber nicht nur mit alltäglichen Themen seiner sizilianischen Heimat, sondern greifen auch Eindrücke von Reisen in alle Welt auf. Als vielseitiger Instrumentalist, der das Keyboard ebenso wie die Gitarre beherrscht und selbst mit dem Tamburin für eine atemberaubende Solo-Performance gut ist, trat er mit dem feinfühligen, sich stets im Hintergrund haltenden Gitarristen Jean Pierre von Dach auf, der sowohl für rhythmische Unterstützung sorgte als auch mit etlichen sehr gekonnten Soli aufwartete.
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