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Tagblatt Online, 03. Juli 2012 10:19:00

Streit in Arbon: Feuerwerk sorgt für Zündstoff

Seenachtfest Arbon am Samstag Zoom

Wie viel das Feuerwerk in diesem Jahr kostet, will das Organisationskomitee nicht verraten. (Bild: Nana do Carmo)

ARBON. Nach über 20 Jahren haben sich die Organisatoren des Arboner Seenachtfestes für einen neuen Feuerwerk-Spezialisten entschieden. Dieser kommt aus Österreich. Der bisherige Partner aus Luzern kann den Wechsel nicht verstehen.

VALENTIN SCHNEEBERGER

Toni Bussmann ist enttäuscht. Mehr als 20 Jahre lang war er mit seiner Firma für das Feuerwerk am Arboner Seenachtfest verantwortlich. Nun ist die Partnerschaft vorbei. Das Festkomitee hat sich in diesem Jahr für einen anderen Feuerwerk-Spezialisten entschieden. Weshalb der Auftrag nach so langer Zeit plötzlich an einen Mitbewerber aus Österreich geht, bleibt für den Inhaber der Bugano AG aus dem luzernischen Neudorf schleierhaft.

Etwas komplett Neues

«Unser Team hat in den vergangenen Jahren immer einen guten Job gemacht», sagt Bussmann. Dies sei ihm auch jeweils von Seite des OKs bestätigt worden. Die Absage aus Arbon findet der Feuerwerkprofi merkwürdig. «Klar gehört das zum Geschäft dazu. Trotzdem; nach einer solch langen und guten Zusammenarbeit fällt es schwer, den Wechsel nachzuvollziehen.»

Neuer Feuerwerk-Partner des Arboner Seenachtfestes ist die Firma Design Fireworks International mit Sitz im tirolischen Schwendau. Geschäftsführer Armin Lukasser und sein Team zeigen sich dieses Jahr für den Fest-Höhepunkt um 22.30 Uhr verantwortlich. Die Presseinformation des Festkomitees verspricht etwas komplett Neues, was sowohl die Inszenierung als auch die Effekte angeht.

Gespannt auf den Mitbewerber

«Mit dem bisherigen Partner waren wir immer sehr zufrieden», bestätigt Peter Klöckler, Event-Manager des organisierenden Verkehrsvereins Arbon. Dennoch sei es an der Zeit geworden, für etwas Neues. Aus diesem Grund habe sich das OK die Offerten einiger Mitbewerber etwas genauer angeschaut. Dabei spielte auch der Preis eine entscheidende Rolle. Wie viel das Komitee nun für das 20 Minuten dauernde Feuerwerk aus Österreich bezahlt, will Klöckler nicht verraten. 2010 bezahlte der Verkehrsverein 38 000 Franken für das Feuerwerk der Bugano AG. Dieses dauerte ebenfalls 20 Minuten.

Für Toni Bussmann ist klar: Am kommenden Samstag wird sich auch jemand aus seinem Team unter die zahlreichen Besucher des Seenachtfests mischen. «Ich bin gespannt, was der Mitbewerber aus Österreich zeigen wird», sagt er.





Leser-Kommentare:
3 Beiträge

Kommentare lesen

b.weidmann (03. Juli 2012, 21:34)
hat der busucher auch was da von ????

Mich nimmt es wunder ob der Eintrittpreis auch Biliger wird ??? bis jetzt wurde ja alles nur immer teuer !!!

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Unternehmer (03. Juli 2012, 12:30)
wirklich unverständlich...dieser Entscheid

wieder ein Entscheid gegen eine Schweizer Firma....ja nur so weiter ihr Arboner...bitte dann nicht klagen, wenn die Wirschaft bei Euch nicht läuft. Ich jedenfalls werde das Seenachtsfest Arbon nicht besuchen und auch nicht weiter empfehlen!!!

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saintcity89 (03. Juli 2012, 11:05)
Unverhältnismässigkeit

Feuerwerke sind in ökologischer und auch in sozialer Hinsicht absoluter Schwachsinn und gehören total abgeschafft! Punkt.

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