Tagblatt Online, 07. Juni 2012 01:04:00
FDP nominiert Balg einstimmig
Parteipräsidentin Silke Sutter Heer ist überzeugt, mit Andreas Balg (M.) den perfekten Nachfolger für Martin Klöti gefunden zu haben. (Bild: Valentin Schneeberger)
ARBON. An der Nominationsversammlung der Arboner FDP haben die Parteimitglieder den Wirtschaftsförderer Andreas Balg aus Scherzingen zum Kandidaten für das Amt des Stadtammanns gekürt. Die Wahl findet am 23. September statt.
VALENTIN SCHNEEBERGER
Die FDP Arbon tat gut daran, ihre Parteiversammlung an diesem Dienstagabend im grössten Saal des Hotel Metropol abzuhalten. Nachdem in einem ersten Teil die alljährliche Hauptversammlung tagte, mischten sich bei der anschliessenden Nominationsversammlung zahlreiche Gäste unter die Parteimitglieder.
Sie waren gekommen, um Andreas Balg zu sehen. Der 48jährige Wirtschaftsförderer aus Scherzingen steigt für die Freisinnigen ins Rennen um das Amt des Stadtammanns. Die Mitglieder der FDP kürten ihn einstimmig als Kandidaten für die Nachfolge von Martin Klöti.
Integrator und Verbinder
Balg präsentierte sich den Anwesenden als Generalist, der gerne Verantwortung übernimmt und die Herausforderung sucht. Seit zwölf Jahren arbeitet der verheiratete Familienvater als Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung im Kanton Thurgau. «Durch diese langjährige Tätigkeit verfüge ich über gute Kontakte zur Wirtschaft. Ich sehe mich als Integrator und Verbinder», sagte er.
Seine Nähe zu Frauenfeld könne für Arbon durchaus ein Vorteil sein. Vor seiner Anstellung beim Kanton war Balg selbständig im Bereich IT-Organisation und Beratung tätig. Er absolvierte ein Nachdiplomstudium in Personalmanagement. «Für das Amt des Stadtammanns bringe ich Erfahrung in Dienstleistung und Verwaltung und die nötige Führungskompetenz mit.»
Kein Freund von Kompromissen
Ein politisches Amt hat Andreas Balg noch keines ausgeübt und erst vor vier Wochen ist er offiziell der FDP beigetreten. Auf dem Weg vom Wirtschaftsförderer zum Stadtammann sei er jedoch bereit, einen Teil der wirtschaftlichen Aufgaben zugunsten der Politik aufzugeben. Er selbst beschreibt sich als sachorientierten Menschen – jedoch sei er kein Freund von Kompromissen. «Ich will Lösungen für Arbon finden und umsetzen.»
Martin Klöti ist von den Fähigkeiten seines Parteikollegen überzeugt. Er kennt Andreas Balg durch dessen Arbeit beim Kanton. «Im Vorfeld des Nominierungsprozesses habe ich mit ihm intensive Gespräche geführt», dabei sei ihm klar geworden, dass die Partei mit Balg über einen Kandidaten verfüge, bei dem «rundherum alles stimmt.»
Ein gutes Omen
Am 23. September findet die Ersatzwahl statt. Balg tritt dann gegen Patrick Hug von der CVP an, der die Stadt seit Martin Klötis Wegzug nach St. Gallen interimistisch führt. «Martin Klöti war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Ich bin überzeugt, dass dies heute auch auf mich zutrifft», meinte Balg.
An der Nominationsversammlung erhielt er 32 Stimmen von seinen Parteikollegen. Ebenso viel wie Klöti vor fünf Jahren. Für die FDP Arbon ein gutes Omen.
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