Tagblatt Online, 09. Juli 2012 01:33:00
Balg hatte im Drachenboot Nase vor Hug
Planke an Planke und mit viel Krafteinsatz paddeln die Mannschaften der vier Drachenboote dem Ziel entgegen. (Bild: Bilder: Max Eichenberger)
ARBON. Ralf Schönung ist der Initiant des Drachenboot-Events, der erstmals im Nachmittagsprogramm des Seenachtfests veranstaltet wurde. 16 Mannschaften, Mixed Teams und eine reine Frauen-Crew, brachte er bei der Premiere an den Start.
MAX EICHENBERGER
Gut möglich nach der eindrücklichen Veranstaltung, dass nächstes Jahr mehr Boote am Start sein werden. Denn die Absicht ist klar: Es soll keine Eintagsfliege gewesen sein. Auch Seenachtfestorganisator Peter Klöckler zeigte sich begeistert. Da mag er den Wermutstropfen, dass die Heissluftballone wegen einer einer landabseitigen Windströmung in 1500 Meter Höhe nicht aufsteigen konnten, schlucken.
Trommler gab Takt an
In Vor-, Zwischen und Rangierungsläufen massen sich jeweils vier dieser offenen Paddelboote, die ursprünglich aus China stammen und am Bug mit einem geschwungenen, verzierten Drachenkopf versehen sind, auf der Wasserstrecke zwischen altem Waschplatz und Fliegerdenkmal. Zuschauer, welche die Seepromenade säumten, spornten die Firmenteams lautstark an. 18 mit Schwimmwesten ausgerüstete Paddler brachten dieses vorwärts. Eine Trommlerin oder ein Trommler gaben den Takt an, damit alle gleichzeitig ihre Paddels ins Wasser stachen und mit kraftvollem Zug Tempo machten. Ein Teammitglied am Steuer sorgte dafür, dass das Drachenboot keinen Zickzackkurs fuhr.
Stadt fuhr hinterher
Lehrbuchmässig beherrschten zwar nicht alle Mannschaften die Technik; im Vordergrund stand aber auch der Plausch. Die Trainingsgelegenheiten waren unterschiedlich genutzt worden. Hanspeter Mazenauer hatte ein Team der städtischen Angestellten formiert, verstärkt durch Stadtammann ad interim Patrick Hug. Vorlieb nehmen musste es mit dem letzten Platz. Bei den ersten Läufen hatte es das Handicap zu tragen, dass ein von der Armee nicht rechtzeitig freigestelltes Teammitglied verspätet anrückte. 2013 will man das Feld von hinten aufrollen, so Hug, nach dem Motto: «Die Letzten werden die Ersten sein.» Ein bisschen gewurmt haben mag ihn, dass ausgerechnet das Team um Andreas Balg, seinen Kontrahenten im Stadtammannwahlkampf, die Drachenbootkonkurrenz für sich entschieden hatte.
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