Rückenwind für Schlüsselprojekte

ROMANSHORN ⋅ Der geplante Bau einer Passerelle ist jetzt auch Ziel des Regierungsrates im kantonalen Richtplan. Ebenso wie die Realisierung einer Bahnhaltestelle im Gebiet Hof.
03. Oktober 2017, 07:08
Markus Schoch

Markus Schoch

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@thurgauerzeitung.ch

Die Stadt Romanshorn erhält Rückendeckung von oberster Stelle in Frauenfeld. Der Regierungsrat unterstützt den geplanten Bau einer Brücke über die Gleise für Fussgänger und Velofahrer, die als Schlüsselprojekt sowohl im Agglomerationsprogramm als auch im kommunalen Richtplan höchste Priorität hat. Die Passerelle mit geschätzten Kosten von rund 17 Millionen Franken ist jetzt im Entwurf des kantonalen Richtplans enthalten, den der Grosse Rat voraussichtlich noch in diesem Jahr berät. Die Gleisquerung sei zu realisieren, heisst es in der Vorlage. Den nötigen Handlungsspielraum hat sich die Stadt bereits mit dem Kauf von zwei Parzellen verschafft. Die beiden Grundstücke liegen dort, wo die Brücke an der Hangkante hinter dem «Volksgarten» an­setzen soll.

Bahnhaltestelle im Hof beim Bund angemeldet

Auch zwei weitere für den Romanshorner Stadtrat wichtige Verkehrsprojekte will der Regierungsrat wenn möglich in den nächsten Jahren auf die Schiene bringen – oder zumindest anstossen. Er hat zum einen die S-Bahn-Haltestelle im Gebiet Hof (auf der Brücke über die Arboner­strasse) beim Bundesamt für Verkehr für den nächsten grossen Ausbauschritt des Schweizer Bahnnetzes (Step 2030) angemeldet. Die Prüfung durch die zuständigen Stellen werde die technische, fahrplanmässige und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Projektes aufzeigen, heisst es im Richtplanentwurf.

Zum anderen ist auch die Bahnhaltestelle im Gebiet Holzenstein weiter ein Thema – wenn auch mit geringerer Dringlichkeit. Der Bau sei zu prüfen, steht in der vom Regierungsrat verabschiedeten Version des Richtplans. «Die Machbarkeit ist noch aufzuzeigen.» Bei einem positiven Ergebnis könnte das Projekt frühestens für die nächste Ausbauetappe der Bahn (Step (2035/2040) angemeldet werden. Der Stadtrat ist sich bewusst, dass es länger dauern könnte.


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