Tagblatt Online, 08. Juni 2009 01:04:36
Zeitig bremsen mit Gottes Hand
Der ganze Stolz: Die Gottesdienstbesucher freuten sich auch daran, ihre Maschinen zeigen zu können. (Bild: Bild: Ruedi Käser)
Über 800 Teilnehmer wurden beim ökumenischen «Töff»-Gottesdienst in Arbon daran gemahnt, rechtzeitig an das Bremsen zu denken. Nicht die Technik allein soll das richten.
rudolf käser
Von allen Seiten fuhren sie Richtung evangelische Kirche. «Harley Davidson, Goldwing, BMW, Suzuki, Roller, alle sind willkommen», versicherte der OK-Präsident des Anlasses, Andi Hablützel. Er strahlte wie das Wetter. «Nach den Wetterprognosen am Samstag haben wir nie ein so tolles Wetter erwartet.» Fein herausgeputzt und funkelnd standen sie da, die prächtigen Maschinen. «Hier ist im Durchschnitt jedes Fahrzeug 25 000 Franken wert», meinte ein Teilnehmer. «Mit allem Zubehör sogar 40 000 Franken», doppelte eine Motorradfahrerin nach.
Man errechne den Gesamtwert bei über 800 Teilnehmern …
Rechtzeitige Einschätzung
Anlass war aber nicht nur, zu zeigen, was man hat, sondern zu hören, wie mit diesen prächtigen Maschinen umgegangen werden sollte. Der evangelische Pfarrer Bruno Wiher und der katholische Vikar Valentine Kaledoye mahnten im Gottesdienst, der unter dem Motto «Der Bremsweg» stand, dass bei all der feinen Technik und jedes einzelnen noch so kleinen Stücks am Motorrad es auf die rechtzeitige Einschätzung des Bremsweges ankomme.
An Gottes Hand denken
Beide Pfarrherren mahnten jedoch, dass man sich beim rechtzeitigen Bremsen nicht allein auf die Fähigkeiten des Motorrades verlassen sollte, sondern viel eher auf Gottes Hand.
«Denken wir deshalb jedes Mal bei unseren Fahrten an Gottes Hand», mahnte Vikar Valentine Kaledoye.
Pfarrherren voraus
Im Anschluss an den Gottesdienst, der stilvoll durch den St. Galler Stimmmix-Chor untermalt wurde, startete der Corso. In Vertretung der beiden Pfarrherren führte quasi «Gottes Hand» den Corso an. Via Altstadt ging die Fahrt nach Muolen und zurück über Roggwil ins Ziel zur Mosterei Möhl.
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