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Tagblatt Online, 29. Mai 2010 01:02:53

Spitex Arbon verliert Steinach

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Humor auch im Alter wichtig: Die Clowns Huldi und Hampi beim Gehörcheck mit Ursula Gentsch. (Bild: Bild: Hedy Züger)

Weil Steinach aussteigt, wird die Spitex Arbon ihren Betrieb ab 2011 ohne Steinach weiterführen. Sie arbeitet kostengünstiger als die vergleichbaren anderen Thurgauer Organisationen. 32 Personen arbeiten für die Spitex.

Hedy Züger

Spitex Arbon darf in ihrem Tätigkeitsgebiet auf die Unterstützung von 1477 Mitgliedern zählen. Diese stimmten einer Erhöhung der Jahresbeiträge zu. An der Jahresversammlung erklärte Präsidentin Ursula Gentsch, die Balance zwischen den Interessen der Kunden, dem Machbaren und den verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen zu finden, fordere die Organisation konstant heraus.

Vizestadtammann Patrick Hug zeigte auf, dass in Arbon pro Einwohner 33 Franken für die Spitex eingesetzt werden, in Frauenfeld fast 55 Franken.

Humor als Lebenskunst

Gentsch unterstrich, wie wichtig Humor sei. Kinder lachten vierhundertmal im Tag, Erwachsene gerade noch vierzigmal. Humor sei eine Lebenskunst ohne Rezept, aber mit vielen Zutaten. Es gelte, zur guten Stimmung beizutragen und nicht zu warten, bis andere dafür sorgten.

Ab 2011 gilt die neue Pflegefinanzierung; die obligatorische Krankenpflegeversicherung beteiligt sich an den Pflegeleistungen von Spitex und Pflegeheimen. Es handelt sich um den Aufwand bei Abklärung, Beratung, Untersuchung und Behandlung sowie Grundpflege. Hotellerie, Hauswirtschaft und Betreuung sind vom Patienten zu finanzieren.

Kündigung von Steinach

Die Spitex Arbon gehört zu den führenden Organisationen im Thurgau. Sie steht beim Benchmark-Vergleich zwischen den Kantonen Thurgau, St.

Gallen und Zürich im vorderen Drittel. Dies bedeutet, dass Fach- und Sozialkompetenz der Mitarbeiterinnen einen hohen Standard halten. Trotzdem steigt die Gemeinde Steinach aus der Leistungsvereinbarung aus und macht geltend, eine kostengünstigere Lösung anzustreben. Steinach schloss vor über 30 Jahren mit dem Katholischen Krankenpflegeverein Arbon einen Leistungsvertrag ab.

Kosten einsparen

Demgegenüber erklärte Geschäftsführerin Gertrud Rechsteiner, dass ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein vorherrsche und alle Mitarbeitenden entsprechend mitdenken. Im Gesamtbetrieb, vom Sekretariat bis zur Pflege, seien Abläufe und Strukturen vereinfacht worden.

Brigitte Hafner betreut die Kasse, sie wies auf den höheren Finanzbedarf hin. Im Spitex-Team arbeiteten 2009 32 Personen mit Pensen von 30 bis 80 Prozent mit. Dies in der Krankenpflege, Hauspflege und Administration. Aus dem Fahrdienst wurde Ruth Testa verabschiedet, sie hat diesen während Jahrzehnten unterstützt.





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