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Tagblatt Online, 31. August 2010 01:05:20

«Die Natur erholt sich schnell»

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So sah's an gleicher Stätte am Samstag aus: Gehen auf Wabbelunterlage.

ARBON. Mit der Zweitauflage ist das Summer Days Festival nun auch regenerprobt. Dass bei einem solchen Grossanlass Belastungen entstehen, sei normal; man müsse aber die Verhältnismässigkeit sehen.

max eichenberger

Damit spricht Stadtammann Martin Klöti den Zustand der Quaiwiese an. Das Gelände werde sich wieder erholen. Welche Massnahmen erforderlich sind, werde sich zeigen. Den Aufwand für die Wiederinstandstellung haben die Organisatoren zu tragen. «Wenn die Leute sich nicht vom Wetter abhalten lassen und trotzdem kommen, im Unterschied zu einem Seenachtfest, spricht das für die inhaltliche Stärke des Festivals», streicht Klöti das Positive heraus.

Abbau noch unter Flutlicht

Noch am späten Sonntagabend sind Equipen im gleissenden Scheinwerferlicht mit dem Abbau der Infrastruktur beschäftigt. Abmontierte Stahlgerüste sind auf dem rückwärtigen Teil der Quaiwiese aufgestapelt, die dort noch grün ist. Die Lichtbatterien sind unter der Bühnenkuppel heruntergeholt worden. Transportwagen karren Material weg zum Umschlagplatz. Die nicht mehr schwarzen Vliesmatten sind seitlich zum See hin weggerollt worden. Es stinkt ein bisschen nach Kompostplatz, modrig.

Aber nicht mehr so wie noch am Sonntag tagsüber, als die Sonne das getränkte Gelände aufwärmte.

Nasenrümpfen

Spaziergänger rümpfen die Nase. Die Wiese ist mehrheitlich braun. In den leichten Senkungen hat sich Wasser angesammelt. Der Wind hat das Gelände etwas angetrocknet, ehe es am Nachmittag wieder darauf regnete. Am Morgen noch hat sich der Geruch ziemlich verflüchtigt.

In zehn Tagen werde das Gelände, das sich jetzt noch «unschön» präsentiere, wieder anders aussehen, meint Martin Klöti. «Unmittelbar nach Festivalende mag es hässlich aussehen, aber die Natur erholt sich sehr schnell», so der studierte Landschaftsarchitekt. Für ein teilverregnetes Festival habe das Areal die Belastungsprobe bestanden.

Verhältnismässigkeit sehen

Schon während der SummerDays seien im Kontakt zwischen Stadtgärtnerei, Festival-Organisation und Bauchef Vorkehrungen getroffen worden, erinnert der Stadtammann an das Auslegen weiterer Vliesrollen und Streuen von Schnitzeln. «Da wird Hand in Hand gearbeitet.» Der Boden werde sich relativ rasch erholen, er sei an sich sehr gut und stabil. Die Verletzungen durch die Belastung seien nicht gröberer Natur.

«Jonschwil wäre im Morast versunken, hier konnte man sich noch in Halbschuhen auf dem Gelände bewegen.» Man müsse immer auch die Verhältnismässigkeit im Auge behalten, so Klöti.

Nicht «dreinschiessen»

Definitiv beurteilen, was die zu treffenden adäquaten Massnahmen betrifft, könne man erst, wenn der Boden abgetrocknet und alles weggefahren sei. Erst müsse dieser wieder atmen können. Die Wiederherstellung des Geländes laufe unter der Ägide der Stadt Arbon, die aber abgesichert sei.

Klöti: «Vertraglich ist aber festgelegt, dass Schäden von den Organisatoren zu tragen sind.» «Dreinschiessen» werde man jetzt aber nicht. Bei den schlimmeren Bereichen werde man allenfalls nachsäen müssen.





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