Ein spezielles Jassturnier feiert den 90.

ROMANSHORN ⋅ Jassen als Alternative zur Fasnacht. Seit 90 Jahren findet das Turnier am Rosenmontag statt.
07. Februar 2018, 05:18

Am Rosenmontag, lädt Sepp Eichmann zum Au-Cho-Jass ein. Es ist die 90. Austragung des Anlasses, den der damalige «Schweizerhaus»-Wirt Hermann Oberländer 1928 erstmals ausrichtete. «Es war ein Angebot für all diejenigen, die mit Fasnacht nicht so viel am Hut hatten», sagt Eichmann, der die Tradition seit 27 Jahren hoch hält.

Gespielt wird der Au-Cho – ein «ausgebauter Handjass mit Schikanen». Er war einst der beliebteste Jass im Oberthurgau mit lokal leicht unterschiedlichen Regeln, bis er vom Schieber verdrängt wurde. Das Spiel ist anspruchsvoll und gewöhnungsbedürftig. Denn es wird viel geredet. Die Partner dürfen sich fragen, ob sie schmieren oder stechen sollen. Daher kommt auch der Name: «Chunsch au mit?»

Das Turnier hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. «Wir haben immer zwischen 50 und 60 Teilnehmer», sagt Eichmann. Auch weil es attraktive Preise zu gewinnen gebe. «Und wir uns bemühen, Junge mit dem Virus zu infizieren.» Immer wieder hat Eichmann auch Jass-Prominenz eingeladen. Zum 75-Jahr-Jubiläum beispielsweise war Göpf Egg zu Gast.

Eichmann spielt den Au-Cho seit seinem 18. Altersjahr und klopft ihn noch immer jede Woche mit Freunden. «Er ist mit all seinen vielen Möglichkeiten einfach faszinierend.» (mso)

Hinweis

Au-Cho-Jass, 12. Februar, 13.15 Uhr Türöffnung, 14 Uhr Start. Motorschiff St. Gallen im Hafen.


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