Ein grosses Herz für arme Strassenkinder

ROMANSHORN ⋅ Mit einer musikalischen Benefizveranstaltung hat Alisha Jüni auf das Schicksal der Strassenkinder aufmerksam gemacht und für sie gesammelt. Zugleich ist das Projekt Teil ihrer Maturaarbeit.
14. September 2017, 05:20

Weit über hundert Freunde, Bekannte und Interessierte strömten in die Primarschulaula. Sie lauschten dem Musikprogramm und erwiesen der Promotorin ihre Reverenz.

Maturaarbeit mit sozialem Zweck

«Ich will aktiv einen Beitrag dazu leisten, dass es wenigstens einigen Kindern besser geht», sagte die 19-jährige Alisha Jüni im ­Gespräch mit Moderator Christoph Sutter zu ihrer Motivation. Es sind vernachlässigte, auch missbrauchte Kinder, die durch die Vermittlung der Behörden zum Hilfswerk With Open Arms kommen. Geführt wird es von der Familie Seelig, die 2008 nach Brasilien ausgewandert ist. Zurzeit gehören zwei Häuser für je zehn Kinder dazu. Ein drittes Haus für Kleinkinder ist geplant.

Es waren denn auch dieser jugendliche Geist, der Optimismus und die Musik, die den Abend zu einem Erfolg werden liessen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene präsentierten sich auf der Bühne, so die Romanshorner Band Pink Pearls, die Organisatorin selber mit Nadine Tobler, Lara Hasler und der Band Sometime Brothers, in der der Vater von Alisha Jüni an der E-Gitarre mitspielte, Noa Laubi und Miriam Makia als Solisten. Sie präsentierten poppige, jazzige Melodien, versetzt auch mit Funk. Und sie stiessen allesamt auf offene Ohren. Nach einem brasilianischen Tanz der Gruppe Capoeiras fanden sich alle zum Lied «We are the world» zusammen – Ausdruck und Sinnbild für die Idee hinter dem Projekt.

«Ich bin zufrieden mit dem Erlös aus der Kollekte – 2100 Franken – und den kulinarischen Angeboten. Und ich bin überzeugt, dass das Geld ankommen wird», sagt die junge Frau mit dem grossen Herzen. (mbö)


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