Die Lichter bleiben an

ROMANSHORN ⋅ Das Eissportzentrum kann weiter mit Betriebsbeiträgen der Hafenstadt in der Höhe von jährlich rund 91000 Franken rechnen. Am Zug ist jetzt Arbon.
25. September 2017, 07:49
Markus Schoch

Romanshorn muss sparen. Für das Eissportzentrum Oberthurgau (EZO) will die Bevölkerung aber weiter das Portemonnaie öffnen. Die Stimmbürger erklärten sich gestern mit einer Mehrheit von fast 77 Prozent damit einverstanden, den Betrieb auf unbestimmte Zeit mit jährlich rund 91000 Franken zu unterstützen. Es sei ein sehr gutes Resultat. Viel besser als dasjenige vor fünf Jahren bei der ersten Abstimmung, sagt Gregor Müller, der das EZO im Mai des letzten Jahres übernommen hat. Damals ging es auch um den Kauf der Liegenschaft durch die Stadt Romanshorn. Für sie sei das Ergebnis ein Vertrauensbeweis, aber auch für ihn als Inhaber der Betriebs-AG. Offenbar habe er nicht alles falsch gemacht, sagt Müller. Das Eissportzentrum sei heute ein Aushängeschild für den ganzen Oberthurgau. Gleich interpretierte Stadträtin Petra Keel gestern das Resultat. Es sei letztlich ein klares Bekenntnis zu einem regionalen Gemeinschaftsprojekt. «Darüber freue ich mich sehr.» Denn die einzelnen Gemeinden und Städte hätten nicht die Möglichkeiten, solche Infrastrukturanlagen alleine zu finanzieren, die ein Erfolgsfaktor sind und Impulse auslösen können. Offen ist jetzt nur noch, ob auch Arbon weiter Geld nach Romanshorn überweist. Zuletzt tat sich das Parlament der Nachbarstadt schwer mit dem Entscheid. Erst im zweiten Anlauf gab es schliesslich 10000 Franken frei.

 

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch


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