Streit ums Metropol: Aufbäumen vor dem Finale

ARBON ⋅ Die IG Pro Metropol befürchtet eine einseitige Gewichtung durch den Stadtrat. Beim Hotelbau, der einer HRS-Überbauung weichen soll, gehe es primär um die Schutzwürdigkeit und weniger um wirtschaftliche Aspekte.
14. September 2017, 07:45

In einem Communiqué begrüsst die Interessengemeinschaft Pro Metropol, dass der Stadtrat am Montag endlich näher über die verschiedenen Gutachten zur Zukunft des Hotels Metropol und über seine eigene Position informieren will. Dass sich der Stadtrat allerdings fast ein Jahr Zeit liess, bis er auch im Detail über das Obergutachten zur Schutzwürdigkeit berichtet, sei unverständlich, hält die IG fest. Umso mehr erwarte sie nun nun «faire und ausgewogene Informationen zu sämtlichen Gutachten, also auch zu jenem der kantonalen Denkmalpflege».

Das Amt für Denkmalpflege spricht sich, wie das Obergutachten, für die Schutzwürdigkeit des Metropol aus. Dies sei nur kon­sequent, betont die IG, werde das Metropol doch von der Denkmalpflege als «wertvoll» eingestuft. Es zähle «aufgrund seiner historischen und ortsbaulichen Eigenschaften sowie seiner herausragenden architektonischen Gestaltung und Konstruktion zu den bedeutenden Bauten am Ort».

«Ortsbild- und Uferschutz berücksichtigen»

Die IG vertritt den Standpunkt, dass die Überlegungen der Denkmalpflege und des Heimatschutzes ebenfalls offen dargelegt werden müssten. In erster Linie gehe es dabei um die Schutzwürdigkeit und weniger um wirtschaftliche Aspekte. Letztere lägen ausschliesslich in der Verantwortung der HRS Investment AG.

Die IG erwartet vom Stadtrat, dass er die «aktuellen Bedürfnisse breiter Bevölkerungskreise» vor jene des Investors stellt. Dazu gehörten auch die Belange des Ortsbildschutzes und des Uferschutzes. Unverständlich sei im Übrigen, dass die Chancen für ­einen reduzierten Betrieb des Metropol im Sommer, wie mehrfach in Aussicht gestellt, nicht genutzt wurden. Vom Stadtrat hätte sich die IG in diesem Punkt eine Intervention zu Gunsten der Touristen und Passanten gewünscht.

Der Vorstand der IG Pro Metropol mit Arthur Stark (Präsident), Lukas Auer, Kurt Sonderegger, Andrea Vonlanthen und Erica Willi hält an seinen Forderungen fest: «Das Hotel Metropol an einzigartiger Lage am See ist in seiner architektonischen Sub­stanz zu erhalten und als Hotel und Restaurant weiterzuführen. Die notwendigen Sanierungen sollen rasch in die Wege geleitet werden.» Eine entsprechende Resolution hatten fast 1100 Personen unterschrieben. (red)

Montag, 18. September, 19 Uhr, Seeparksaal: Infoveranstaltung der Stadt Arbon zum Metropol


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