Alte Forster-Fabrik wird abgerissen

ARBON ⋅ Die seit langem leer stehenden ehemaligen Forster-Fabrikgebäude und -hallen zwischen Romanshorner-, Zelgstrasse und Bahnlinie werden bis Februar plattgemacht. Auf dem Breitehof-Areal entstehen 51 Wohnungen.
25. November 2017, 07:54
Max Eichenberger

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Mit dem Abbruch der alten Gebäude auf dem 45000 Quadratmeter grossen Gelände wird Platz gemacht für die HRS-Wohnüberbauung Breitehof. Im Vorsommer hatte der Stadtrat dafür die Bewilligung erteilt. HRS realisiert in vier Baukörpern vierzig Eigentums- und elf Mietwohnungen. Dafür investiert HRS gut dreissig Millionen Franken. Die Abbrucharbeiten sind jetzt gestartet worden. «Die Hallen werden zunächst vollständig ausgekernt bis auf das Betonskelett», erklärt Kurt Eberle, dessen Firma den aufwendigen Rückbau besorgt. Dabei wird bei der Materialtrennung sorgsam vorgegangen. In einzelnen Hallen liefen früher industrielle Prozesse ab, wie in der Lackiererei. Unmittelbar darüber, wo die Jalousien heruntergerissen werden, befand sich die elektronische Datenverarbeitung zu einer Zeit, als noch Loch­karten gestanzt und maschinell gebüschelt worden waren.

Eberle machte schon alte Kühlschrankfabrik bodeneben

Im Fabrikkomplex hatten einst die Arbeiter Forster-Rohre gezogen und Küchenelemente fabriziert. Das Areal ist der Kern der Arbonia-Forster-Gruppe. Hermann Forster hatte 1874 hier seine Fabrik begründet. Später siedelte die AFG nach Frasnacht und Steineloh aus.

Die Kühlschrankfabrikation hatte Forster schon vor siebzig Jahren in die vormalige Novaseta an die St. Galler-/Klarastrasse verlegt, bevor der neue Patron ­Jakob Züllig Mitte der Siebzigerjahre gegenüber dem Seepark eine neue Fabrik hochzog. Kurt Eberle hatte als Branchenpionier schon – vor dreissig Jahren – die alte Novaseta abgebrochen.

Bis Mitte Februar dürften seinen Angaben zufolge die Abbrucharbeiten beim Breitehof andauern. Die hier entstehenden neuen Wohnungen werden ab Herbst 2019 gestaffelt bezugs­bereit sein. Den Deal mit HRS hatte noch der frühere AFG-Chef Edgar Oehler eingefädelt, als er die letzten Aktivitäten vom Breitehof westwärts abgezogen hatte.


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