Jetzt ist der Kanton am Zug

ROMANSHORN ⋅ Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt hat das Bau- und Konzessionsänderungsgesuch für den grossen Abenteuerspielplatz auf der Bunkerwiese eingereicht. Es wird so gut wie sicher Einsprachen geben.
08. Dezember 2016, 07:30
Markus Schoch

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres werden die Pläne öffentlich aufgelegt. «Wir sind im Moment daran zu prüfen, ob die Unterlagen komplett sind», sagt Marco Sacchetti, der Generalsekretär im Departement für Bau und Umwelt (DBU). Anschliessend wird das DBU über das Bau- und Konzessionsänderungsgesuch sowie allfällige Einsprachen beschliessen. Die IG Bunkerwiese für ali wird «ziemlich sicher» von den Rechts­mitteln Gebrauch machen, stellt Sprecher Silvan Mumenthaler in Aussicht.

Im Vorprüfungsbericht hat der Kanton der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt (SBS) beschieden, dass der Bau des Spielplatzes mit dem Namen RobinsHorn grundsätzlich möglich sei. Die zuständigen Stellen in Frauenfeld waren aber nicht mit allem einverstanden.

«Haben alles gemacht, was von uns verlangt wurde»

Die SBS hat das Projekt aufgrund der Rückmeldungen überarbeitet. «Wir haben alles gemacht, was von uns verlangt worden ist», sagt Projektleiter Benno Gmür. So gibt es nur noch zwei statt vier Aussichtstürme, und der jederzeit öffentlich zugängliche Uferstreifen ist statt der ursprüng­lichen vier Meter jetzt sechs bis ­sieben Meter breit, was kleinere Anpassungen innerhalb des Spielplatzes zur Folge hat. «Wir können aber auch so unser Ziel erreichen und einen Leuchtturm schaffen, der weit über die Region ausstrahlt und den Schiffsbetrieb wirtschaftlich stärkt beziehungsweise konkurrenzfähig hält», sagt Gmür. Klar ist, dass der Abenteuerspielplatz nicht irgendwann eröffnet wird, sondern auf Beginn der Schifffahrtssaison. Sollte sich das Verfahren hinziehen, wird es unter Umständen 2018 – vorausgesetzt der Kanton gibt überhaupt grünes Licht.

Im vorderen Bereich des Spielplatzes befinden sich gemäss den Plänen der SBS Spiel- und Planschmöglichkeiten für die kleineren Kinder. Kindergarten- und Schulkinder können sich auf einem Piratenschiff austoben. Die beiden Aussichtstürme sind durch eine Seilbrücke verbunden. Vom kleineren Turm führt eine Rutschbahn nach unten, wo eine Piratenhöhle mit Reliefs von Fossilien und Edelsteinen angelegt wird. Vorgesehen ist auch ein kleiner Lehrpfad. Es gibt auch einfache Hütten mit Schlafplätzen für vier Personen.

In den Sommermonaten wird der RobinsHorn bewirtschaftet, und wer ihn betreten will, muss Eintritt zahlen. In den kälteren Monaten ist der Spielplatz nur reduziert in Betrieb und kostenlos zugänglich, teilt die SBS mit. Vereine, Schulen und Gruppen können das Areal und die Infrastruktur nutzen.


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