Deponie-Strategie: Gegner von Fetzisloh sind verunsichert

07. September 2013, 03:04
MARKUS SCHOCH

ROMANSHORN. Der Kanton will im Gespräch mit interessierten Bauunternehmen diesen Monat die heutige Situation der Entsorgung von Aushub diskutieren, wie die Ostschweiz am Sonntag kürzlich meldete. Das interessiert auch im Oberthurgau, wo in Roggwil eine Inertstoffdeponie geplant ist, die bei den angrenzenden Bewohnern auf breiten Widerstand stösst.

Im Moment ist die Planung von sogenannten Aushubdeponien im Thurgau der Initiative von privaten Bauunternehmen überlassen. An einem runden Tisch mit ihnen möchten die Verantwortlichen im zuständigen Departement erörtern, wie gross der Handlungsbedarf ist. Es soll diskutiert werden, ob nicht das St. Galler Modell vielleicht die bessere Lösung wäre, wo der Kanton die Fäden zieht.

Es sei von ihnen aus nicht geplant, an der heutigen Praxis etwas zu ändern, sagt Martin Eugster, Leiter Abteilung Abfall und Boden beim Amt für Umwelt. Die Unternehmer würden sich aber immer lauter darüber beklagen, dass Deponieraum fehle, vor allem im Osten des Kantons. Mit dem Projekt in Roggwil habe das Treffen aber nichts zu tun. «Es geht uns beim runden Tisch darum, mit ihnen im Gespräch zu bleiben», sagt Eugster. Und selbst wenn künftig der Kanton die Planung der Aushubdeponien an die Hand nehmen sollte, wäre das Bewilligungsverfahren das gleiche wie heute und Mitspracherecht der Bevölkerung gewahrt.


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