Bevölkerung plant am Campus mit

ROMANSHORN. Gegen 100 interessierte Personen brachten am Samstag Ideen ein zum angedachten Bildungs- und Bewegungscampus in Romanshorn. Gewünscht wurden eine Mehrzweckhalle, ein Begegnungs- und Kulturraum sowie Spielplätze.
28. September 2015, 08:27
MARKUS BÖSCH

Da wo sich die Wege zu und von Sekundar-und Kantonsschule treffen, war das Projektteam «Bildungs- und Bewegungscampus» mit einem 3-D-Modell vor Ort: Es galt herauszufinden, welche Nutzungsmöglichkeiten die Bevölkerung für dieses Areal ausserhalb der Schulzeiten wünscht. Aufgegleist ist das Ganze im Aggloprogramm St. Gallen-Bodensee, mit dem Focus auf «Aufwertungspotenziale für wichtige Begegnungsräume in urbanen Grünräumen».

Aufwerten und erhalten

Während drei Stunden wurde rege diskutiert, Bestehendes und Wünschbares mit Fähnchen auf dem Modell sichtbar gemacht, und über 30 Fragebogen wurden ausgefüllt. Da wurden Antworten gesucht auf Fragen wie «Wo halten Sie sich gern auf dem Areal auf, welche Wege nutzen Sie und wo sind die Zugänge schlecht?» Ideen wie eine Mehrzweckhalle, ein Begegnungs- und Kulturraum, ein Sinnes- und Klangweg, Spielplätze und ÖkoNischen wurden am Rand oder mittendrin in diesem Gebiet plaziert.

«Wir sind überrascht über den Zulauf und die spannenden Diskussionen mit den vielerlei Anregungen», freuten sich Michael Güller vom Architekturbüro Güller (Zürich) und die Soziologin Joelle Zimmerli (Zimraum, Zürich). Jetzt gelte es, die Fragebogen auszuwerten und die Ideen aufzunehmen, Synergien herauszufiltern – und dies alles im Ganzen der Stadtentwicklung, so Projektleiterin Nina Stieger: «Wie vertragen sich die zuweilen sehr verschiedenen Ansprüche, welche Institutionen können zusammen etwas bewirken. Und was soll dieser Raum in Zukunft leisten?»

In erster Linie Bildungsort

Ohne die Auswertung vorwegzunehmen, sei klar, dass ein künftiger Bildungs- und Bewegungscampus in erster Linie ein Ort der Bildung bleiben und eine Aufwertung erfahren soll, sagte Güller. Grundsätzlich werde hier sicher kein Rummelplatz entstehen, sondern das vielfältige Grün bleibe erhalten. «Das macht diesen Ort aus.» Es brauche sicher nicht (zu) viel oder viel mehr an Möblierung in Form von Gebäuden, ist Güller überzeugt.


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