Wähler bekommen Auswahl

SULGEN ⋅ Das Podium zu den Wahlen für die Behörde und das Präsidium der Volksschulgemeinde Region Sulgen stiess auf reges Interesse. Die Kandidierenden stellten sich vor und erläuterten ihre Motivation.
29. September 2017, 07:38
Hannelore Bruderer

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Am 1. Januar 2018 erlangt die neue Volksschulgemeinde Region Sulgen Rechtskraft. In ihr werden vier bisherige Körperschaften zusammengeschlossen: die Primarschulgemeinden Götighofen, Sulgen und Schönenberg-Kradolf sowie die Sekundarschulgemeinde Befang (Sulgen). Am Mittwochabend hatten die Stimmbürger im Auholzsaal Gelegenheit, die Kandidierenden für das Präsidium und die Schulbehörde kennen zu lernen. Der erste Wahlgang findet am Sonntag, 29. Oktober, statt.

Sieben Kandidierende aus vier Dörfern

Für die sechs Sitze in der Schulbehörde bewerben sich vier Männer und drei Frauen. Kurt Bühler (Jg. 1963) aus Heldswil führt derzeit die Primarschulgemeinde Götighofen ad interim. Der 53-­jährige Projektleiter Maschinenbau will beim Aufbau der VSG mitarbeiten und die Interessen der Bevölkerung von Götighofen und Heldswil vertreten. Ihm ist der Erhalt der kleinen Schulstandorte Götighofen und Donzhausen ein besonderes Anliegen.

Heinz Gfeller ist 61 Jahre alt, arbeitet als Geschäftsführer und wohnt in Sulgen. Er möchte mit seiner Kandidatur Verantwortung für die Jungen übernehmen. Als Pluspunkt für seine Wahl wirft der Präsident der Bibliothek Region Sulgen zudem seine Erfahrung bei der Zusammen- führung der Schulbibliothek und der Bibliothek Region Sulgen in die Waagschale.

Emil Harder aus Hessenreuti ist Mitglied der Sulger Sekundarschulbehörde. Durch seine langjährige Behördenarbeit hat der 53-jährige Landwirt Erfahrung in verschiedenen Ressortbereichen und kennt die Bedürfnisse der Schüler, der Eltern und der Lehrerschaft. Mit diesem Erfahrungsschatz will er den Aufbau der VSG mitgestalten.

Claudia Hugger ist Mitglied der Primarschulbehörde Sulgen. Die 44-jährige Familienfrau ar­beitet als Ableserin und Gemeindeweibel und engagiert sich beim Ferienspass. Sie habe zwar den Behördenentscheid der Primarschule Sulgen gegen eine VSG mitgetragen, sei aber nicht grundsätzlich gegen dieses Modell. Nun sei sie bereit, beim Aufbau der VSG mitzuarbeiten.

Als Primarlehrerin, Mutter und Mitglied der Sekundarschul­behörde Sulgen hat Sandra Husi­stein aus Schönenberg eine grosse Nähe zum Bildungswesen. Die 38-Jährige ist in die Vorarbeit zum Zusammenschluss der vier Schulgemeinden zur VSG Region Sulgen stark involviert gewesen und kennt deren Anliegen, auch durch ihre persönliche Teilnahme an den Versammlungen.

Noch ohne Behördenerfahrung ist Rahel Mülleraus Helds­wil. Die Mutter von drei schulpflichtigen Kindern verortet ihre Stärken in der Organisation und Administration. Als Befürworterin der VSG will sich die 42-Jäh­rige in den Aufbau der neuen VSG einbringen, wie sie sagt – mit ihrem Können, Kopf und Herzen.

Pascal Plavec wohnt ebenfalls in Heldswil. Er arbeitet bei der Kantonspolizei Thurgau. ­Seine Kinder besuchen die Basisstufe in Götighofen. Dass er für die Eigenständigkeit der Primarschule Götighofen eingestanden ist, sei kein Geheimnis, sagte ­Plavec. Nun gälte es jedoch, zum Wohle der Kinder zusammen­zuarbeiten. Der 40-Jährige hat noch keine Behördenerfahrung, freut sich aber darauf, Neues zu lernen. Er zählt eine hohe Sozialkompetenz zu seinen Stärken.


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