«Unsere Stärke ist Spontanität»

BISCHOFSZELL ⋅ Ihren ersten Videoclip drehte die noch junge Band Swissmayd auf der alten Thurbrücke. Demnächst wird das erste Album erscheinen. Zudem treten die vier Musiker als Vorband von Sinside auf.
12. April 2018, 07:07
Rita Kohn

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

«Es ist Knochenarbeit!» Thomas Sutter lacht. Der Gitarrist der Band Swissmayd spricht dabei nicht von der Musik selber, die den vier Bandmitgliedern quasi in die Wiege gelegt wurde. «Um für eine Veranstaltung engagiert zu werden, muss man viel Einsatz leisten», präzisiert Thomas Sutter. Der Terminkalender von Swissmayd zeigt, dass die Band vor diesem Einsatz nicht zurück schreckt. Ein besonderer Auftritt steht am 19. Mai in Amriswil an, dann wird Swissmayd als Vorband von Sinside im Stage 8580 auftreten.

Von der Musik leben können die Bandmitglieder nicht – mit einer Ausnahme. Der Bischofszeller Marcel Bollier, der bei Swissmayd als Bassist im Einsatz ist, hat die Musik zu seinem Beruf gemacht. Er betreibt in der Rosenstadt eine Musikschule. «Bischofszell ist für uns sehr wichtig. Wir haben von der Musikschule enorm profitieren können», sind sich die Bandmitglieder einig, die über die ganze Ostschweiz verteilt wohnen. Gitarrist Thomas Sutter kommt aus dem Toggenburg, Sänger Thomas Jenni aus St. Gallen und Schlagzeuger Fabian Forer aus Widnau. «Wir treffen uns ein- bis zweimal wöchentlich zum Proben», sagt Thomas Jenni.

Nach und nach zusammengefunden

Seit November 2016 spielt Swissmayd in der aktuellen Besetzung. Eineinhalb Jahre zuvor sind sich Thomas Sutter und Thomas Jenni begegnet. Ihre Liebe zur Musik hat die beiden zusammengebracht. Sie suchten nach einem Schlagzeuger, der zu ihnen passen könnte. Fabian Forer kam dazu. «Wir sassen dann zu dritt bei Spaghetti und Wein zusammen und kamen zum Schluss, dass es optimal wäre, wenn noch ein Bassist zur Band stossen könnte. Mit Marcel Bollier haben sie den Richtigen dafür gefunden.

Seither hat sich die Band nicht nur ein beachtliches Repertoire erarbeitet – Swissmayd tritt mit eigenen Songs auf – sie hat auch bereits einen Videoclip gedreht, der auf grosse Beachtung gestossen ist. Drehort war die alte Thurbrücke in Bischofszell. «Die eignet sich natürlich optimal», sind sich die vier Musiker einig. Drehbuch für den Clip gab es keines. «Eine unserer grossen Stärken ist die Spontanität», sagt Thomas Sutter. Das fertige Produkt gibt ihnen recht. Auf Youtube wird der Clip «Both Way» kurz nach Veröffentlichung über 260 mal aufgerufen. «Ein guter Anfang», wie Thomas Jenni meint. Immerhin wird demnächst ein Album der Band auf den Markt kommen. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen. Es ist nach einigen Singles das erste Album. Doch die Swissmayd-Mitglieder sind zuversichtlich, dass es Gefallen findet. Einzelne Songs der Band haben längst den Sprung über die Grenzen der Ostschweiz hinaus geschafft. «Auf SWR3 laufen zwei unserer Songs im Radio», sagt Thomas Jenni begeistert. Und bald wird die Band auch in der Musiksendung Swissmade des Schweizer Fernsehens zu sehen sein.

Selbst wenn sich nun langsam der Erfolg einstellt und es auch Gagen für die Auftritte gibt, Swissmayd will bleiben, was die Band schon ist. «Wir sind echt, so, wie wir jetzt sind», sagt Thomas Sutter. Und Thomas Jenni, der die Band nicht nur gesanglich prägt, sondern sie auch quasi als Marketing-Manager begleitet, betont: «Unsere Gagen kommen zum Teil einem guten Zweck zu.» Zehn Prozent der Einkünfte würden jeweils an wohltätige Organisationen gespendet. «Wir wollen die Leute mit Good Vibrations erreichen, da gehört sowas auch dazu.»