Staatsanwaltschaft nimmt Motocross Amriswil unter die Lupe

UNTERSUCHUNG ⋅ Nach den zwei schweren Unfällen beim Amriswiler Motocross gibt es nach wie vor keine Entwarnung, was den Zustand der beiden Schwerverletzten angeht. Derweil prüft die Staatsanwaltschaft, ob die Veranstalter ihren Pflichten nachgekommen sind.
27. September 2017, 13:49
 Ein schwer verletzter sechsjähriger Zuschauer , ein schwer verletzter 57-jähriger Motorradfahrer: Das war die traurige Bilanz nach zwei Unfällen beim Motocross Amriswil vom vergangenen Wochenende. Mittlerweile hat sich die Thurgauer Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen eingeschaltet, wie "FM1Today" berichtet. Der Medienverantwortlichen Stefan Haffter erklärte auf Anfrage, es werde nun der genaue Hergang der Unfälle geprüft. Dazu gehört beispielsweise die Frage, ob die an den Unfällen beteiligten Fahrzeuge in vorschriftsgemässem Zustand waren. Analysiert wird auch, ob die Rennstrecke und das Sicherheitsdispositiv der Organisatoren vorgängig von Experten freigegeben beziehungsweise abgenommen worden sind.
 
Zum Zustand der beiden Schwerverletzten gibt es bis dato keine neuen Erkenntnisse. Der Sechsjährige befand sich laut Mario Christen, Mediensprecher der Thurgauer Kantonspolizei, am Dienstag nach wie vor in Spitalpflege. Ein Motorrad hatte am Samstag eine Absperrung durchbrochen und war gegen das Kind geprallt. Gar nichts bekannt wurde zum Zustand des 57-jährigen Mannes, der am Sonntag die Kontrolle über sein Gefährt mit Seitenwagen verloren hatte. Das Fahrzeug überschlug sich in der Folge – der Lenker wurde schwer verletzt ins Spital gebracht. (dwa)
 

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