Kindergarten Mühlebach wird gebaut

ABSTIMMUNG ⋅ Mit einer Dreiviertelmehrheit heissen die Stimmbürger der Gemeinden Amriswil, Hefenhofen und Sommeri den Abbruch und Neubau des Kindergartens am Mühlebachweg gut.
27. November 2017, 07:34
Manuel Nagel

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

Im Vorfeld der Abstimmung waren kaum negative Stimmen auszumachen. Dass der 45-jährige Doppelkindergarten am Mühlebachweg durch einen Neubau ersetzt werden sollte, zweifelte auch an der Informationsveranstaltung für Anwohner und Interessierte am 8. November niemand an. Selbst die veranschlagten Kosten von 2,7 Millionen Franken standen nicht in der Kritik – auch wenn einzelne Anwesende mit Erstaunen zur Kenntnis nahmen, dass im Vergleich zu früher der Kubikmeterpreis für öffentliche Bauten «viel teurer geworden» sei. Doch Samuel Oberholzer, Behördenmitglied und Präsident der Baukommission, erklärte den Anwesenden, man liege mit einem Kubikmeterpreis von 750 Franken sehr günstig, wenn man einen Vergleich zu anderen Kindergärten ziehe.

Zustimmung wie bei früheren Vorhaben

So ist es keine Überraschung, dass die Stimmbürger der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri dem Projekt mit einer Dreiviertelmehrheit deutlich zugestimmt haben. «Ich bin sehr erfreut über das gute Resultat», sagte Samuel Oberholzer gestern Abend. Es zeuge auch vom Vertrauen gegenüber der Schulbehörde und der Baukommission, dass die ihre Arbeit gut erledigten. Die 75 Prozent würden auch etwa der Zustimmung zu den vergangenen Bauvorhaben, den Umbauten bei den Schulhäusern Mühlebach und Sonnenberg, entsprechen.

Es sei auch ein Beweis, dass man mit den finanziellen Mitteln haushälterisch umgehe und den Bedarf im Vorfeld gut kläre. Die Projekte hätten ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, sagt VSG-Vizepräsident Samuel Oberholzer.

Bagger fahren in den Frühlingsferien auf

Baubeginn sei voraussichtlich in den Frühlingsferien Mitte April, sagt Oberholzer. Nach den Ferien wechseln die Kindergärtler temporär ins Schulhaus Mühlebach.

Nun werde man zuerst im Dezember das Baugesuch bei der Stadt einreichen. Es gebe auch noch Fachgebiete, die eine Prüfung durch den Kanton verlangen. Er erwarte jedoch keine Schwierigkeiten, sagt Oberholzer. Den Feuerschutz beispielsweise habe man bereits vorher mit dem zuständigen kantonalen Amt geklärt.

Ebenso könnte es durch Einsprachen von Nachbarn Verzögerungen geben. Doch auch hier rechnet Samuel Oberholzer nicht mit Problemen. Die Bedenken einiger Anwohner habe man bei der Infoveranstaltung entgegengenommen und man werde diese Anliegen diskutieren.

Wenn alles glattläuft, sollten die beiden Kindergartenklassen in bereits einem Jahr wieder am alten Ort einziehen können. «Das ist absolut realistisch», sagt Samuel Oberholzer. «Wir hoffen, dass die Bauphase unfallfrei bleibt und die einzelnen Handwerker gut aufeinander abgestimmt sind, so dass unser Zeitplan eingehalten werden kann.»


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