Spass wichtiger als Sieg

SCHÖNENBERG ⋅ Das 50-Jahr-Jubiläum des Schwimmbads Thurfeld war Anlass für ein zweitägiges Fest mit vielen Attraktionen.
13. Juli 2017, 05:18
Monika Wick

«Die Luft ist schwül. Die Menschen dösen. Der Sommer schlägt vor Lust ein Rad. Was könnte dich und die Nervösen denn besser von dem Schweiss erlösen als ein Besuch im kühlen Bad?» Diesen Beginn eines längeren Gedichts verfasste Hansruedi Fischer, besser bekannt als «fis», vor 50 Jahren zur Eröffnung des Schwimmbads. Auch nach fünf Jahrzehnten haben die Zeilen nichts an Wahrheit eingebüsst, wie das Badi-Fest vom vergangenen Wochenende zeigte.

Neben dem Nachtschwimmen und der Party am Samstagabend bildeten am Sonntag das Wettschwimmen und Wett­rutschen die Höhepunkte. Karin und Fabienne Schenk aus Heldswil sind regelmässige Gäste. «Da ist es doch selbstverständlich, dass wir auch beim Jubiläum dabei sind», erklärte Karin Schenk. Für Fabienne Schenk war es ein Fest im doppelten Sinne. Die 13-Jährige feierte wie die Badi ebenfalls ­Geburtstag. Auf reges Interesse stiess auch das Wettrutschen. Die Positionen, in denen versucht wurde, das Tempo zu beschleunigen, waren mannigfaltig. Bei den Wettschwimmern dürfte sich Nina Friedli über ihren Sieg gewundert haben. Die Buchackerin benötigte nicht weniger als 7 Minuten und 3 Sekunden für die 100 Meter lange Strecke. Neben dem Schnellsten (Jürg Köchli) und derjenigen, die der durchschnittlichen Zeit am nächsten kam (Angela Jenni), wurde auch die Langsamste mit einem Preis belohnt. Als Siegerin in der Kategorie «Schwimmen mit Badi­präsidenten» ging Karin Schenk hervor. Ihre Zeit lag genau im Durchschnitt der Zeiten von Guido Bruggmann und Fabio Ebnöther. Tagessieger wurde Lars Friedli. Mit 3 Minuten und 5 Sekunden lag er genau im Mittel der Zeiten der Gemeindepräsidenten Heinz Keller und Andreas Opprecht.

Parallel zum Badi-Fest fand die 11. Wandernacht statt. Für einmal endeten die Routen auf dem Areal des Schwimmbads. «Trotz des heftigen Regens nahmen 65 Personen teil», freute sich Gemeinderat Max Staub.

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch


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