Schweiz meistert Herausforderungen

AMRISWIL ⋅ In diesen Jahr feierte die Stadt ihre Bundesfeier im Schwarzland. Die Festansprache hielt der grünliberale Kantonsrat Hanspeter Heeb aus Romanshorn.
02. August 2017, 07:05
Manuel Nagel

Kurz, aber heftig war das Gewitter, welches einige Minuten nach 19 Uhr über das Schwarzland hinwegfegte. Stadträtin Madeleine Rickenbach dankte den Anwesenden für ihr Erscheinen. «Es gibt sicher einige, die wegen des Wetters zu Hause geblieben sind», meinte sie. Dennoch fanden sich einige hundert Besucher auf dem Gelände der Firma Krattiger ein. Sie waren im Festzelt gut geschützt vor äusseren Einflüssen und liessen sich von der Jungmannschaft Hagenwil bedienen. Die noch Jüngeren wurden draussen vom EKidZ betreut und warteten auf den Lampionumzug.

Ähnliche Probleme vor hundert Jahren

Festredner Hanspeter Heeb, Kantonsrat der Grünliberalen, blickte in seiner Ansprache ein gutes Jahrhundert zurück. Anlässlich des 600-Jahr-Jubiläums des Bundesbriefs von 1291 wurde der 1. August das erste Mal 1891 in unserem Land zelebriert. Die Schweiz sei damals weltoffen und liberal gewesen und habe auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken können, meinte Heeb. Doch bereits damals habe es Probleme gegeben, die uns auch heute beschäftigen. Der Erfolg der freien Wirtschaft bringe Schwierigkeiten mit sich: Zum einen schaffe er Arbeitsplätze, ziehe deshalb auch Arbeitssuchende aus dem Ausland an. 1915 habe die Schweiz bei einem Ausländeranteil von 15 Prozent erstmals Grenzen der Einwanderung definieren müssen, erzählte Heeb und meinte, dass schon damals unser Land diese gesellschaftlichen Herausforderungen erfolgreicher meisterte als andere.

Im Anschluss an Heebs Rede spielte die Stadtmusik unter Karl Svec die Nationalhymne und das Thurgauerlied. Bevor dann die Appezeller Frauestriichmusig und die Amriswiler «Happy Line Dancer» den Unterhaltungsteil bestritten haben, dankte Heinrich Roth, OK-Präsident der 1.-August-Feier, seinem langjährigen Bauchef Hans Baumann. Er verabschiedete ihn mit einem Gutschein für eine Fahrt auf den Säntis – inklusive Gipfel-Brunch.

Nach dem grossen Funken um 22 Uhr war die offizielle Bundesfeier beendet und die Extrabusse fuhren die Besucher zurück ins Zentrum.

 

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: