«Gewinnen auf der Heimbahn ist schwer»

AMRISWIL ⋅ Der Minigolf Club führte die Einzel-Schweizer-Meisterschaften durch und konnte mit Michel Pfister auch noch den Titel bei den Herren feiern. Rund hundert Sportler kämpften auf der Anlage beim Schwimmbad um Medaillen.
25. Juli 2017, 07:30
Manuel Nagel

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

«Ihr habt tolle Leistungen erbracht», sprach OK-Präsident Peter Weber zum Ende der Schweizer Meisterschaften. Wenn jemand das beurteilen kann, dann das Amriswiler Minigolf-Urgestein. Vor diesem Wochenende war Weber dreifacher Rekordhalter auf der heimischen Bahn – sowohl für eine Runde (24), als auch für zwei (51) und drei (80).

Die neuen Rekordhalter sind nun Webers Klubkamerad Michel Pfister (23) und Angelo Friedli (49 und 77) vom MC Eichholz Gerlafingen. Während Friedli das Siegerpodest nach neun Runden an drei Tagen knapp verpasste, holte Pfister auf der heimischen Bahn mit 254 Schlägen den Titel.

Zweimal der undankbare vierte Platz

Das mit dem Heimvorteil sei so eine Sache, meint der überglückliche Sieger. Auf der eigenen Bahn zu gewinnen sei nicht so einfach, wie man meint. «Der Druck ist grösser», sagt Pfister. Diese Erfahrung musste auch seine Schwester Daniela machen, die wie Michel ebenfalls dem Nationalkader angehört. In der ersten Runde sei sie sehr nervös gewesen und spielte eine für ihre Verhältnisse miserable Runde. Am Ende blieb ihr der undankbare vierte Platz. Auch Peter Weber landete bei den Senioren auf Rang vier. Vielleicht war für die Beiden die Doppelbelastung – einerseits zu spielen, andererseits dem OK anzugehören und auch während des Turniers ständig etwas zu tun zu haben – der Konzentration nicht förderlich.

Beinahe tausend Übernachtungen in der Region

Dennoch darf sich der Minigolf Club Amriswil nebst Michel Pfisters Titelgewinn auch über bestens organisierte Wettkämpfe freuen. Werner Fausch, Präsident von Swiss Minigolf, lobte die Amriswiler. So stelle sich der Verband eine Meisterschaft vor.

Über hundert Spieler, Betreuer und Schiedsrichter reisten mehrheitlich bereits am Wochenende vor der Meisterschaft an, trainierten während einer Woche auf der Bahn in Amriswil und generierten zusammen an die tausend Übernachtungen in Oberthurgauer Unterkünften, wie Daniela Pfister weiss.

Verpflegt haben sich die meisten in der Minigolf-Festbeiz. «Bereits an früheren Meisterschaften hat sich Amriswil einen guten Ruf geschaffen», sagt Daniela Pfister. «Wir sind bekannt für unser gutes kulinarisches Angebot.» Betrachtet man den grossen Applaus der Gäste für die Küche im Anschluss an die Rangverkündigung, so hat Pfister mit ihrer Aussage nicht übertrieben.


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