Eine magische Kulisse

AMRISWIL ⋅ Das Bilcheholz pulsiert. Zum 18. Mal Siebenschläfer Party und keiner schläft hier – es wird getanzt und gelacht. Auto um Auto fährt auf den Parkplatz, die Party ist gut besucht. Auch der Regen hält die Leute nicht vom Feiern ab.
24. Juli 2017, 08:09
Sonya Keller

Sonya Keller

amriswil@thurgauerzeitung.ch

Das riesengrosse Plus der Party ist auf jeden Fall der Ort. Das finden Jessika Michaud (23) und ihre Schwester Jennifer Michaud (19), beide aus Dussnang. Die Location sei einfach der Hammer und «öppis anders». Wenn man in den Wald hinein schaue, leuchten die Bäume in Grün und überall blinken verschiedenfarbige Lampen durch die Blätter. «Ja, der Ort ist der Hammer!», bekräftigen sie.

Auch Kathja Kuhn (28) aus Dietfurt gefallen all die vielen farbigen Lichter. Ihr wurde die Party wärmstens empfohlen. Sie ist das erste Mal hier und bereut es auf keinen Fall.

Die Bars tragen alle Tiernamen

Wenn man durch das Festival-Gelände geht, findet sich da ein Spinnennetz. Oder wie wär’s mit dem Bienenstock? Oder doch lieber der Froschteich? Das sind alles Namen der verschiedenen Bars. «Wir sind im Wald. Deswegen auch diese Tiernamen. Halt einfach Tiere, die man im Wald findet», erklärt ein Helfer. Zur Orientierung steht mitten auf dem Partygelände ein Wegweiser zu all den Bars. Diese Bars, alle aus Holz hergestellt, gefallen Erika Fust (27) aus Ganterschwil «mega». Sie findet ausserdem den Zulauf der Menschen von weither super.

Das Publikum ist durchmischt, besteht zu rund 40 Prozent aus Frauen und zu 60 Prozent aus Männern. Beda Sonderegger (21) aus Gossau erfreut sich an den vielen schönen ­Frauen. Wegen denen ist er ja schliesslich auch da.

Andrea Brander (22) aus Nassen gibt an, bereits das fünfte Mal auf der «absoluten Superparty» zu sein. Sie will sie auf keinen Fall missen. Es ist einfach, wie sie so schön sagt, «Partytime pur».

Unter den Gästen ist auch eine Mutter, die mit etwas Wehmut die Party besucht. Vor fünf Jahren ist ihre Tochter verunglückt, und diese Party war ihre letzte vor dem Unfall.

Sebastian Lang (25) aus Etz­wilen macht einen Spass und sagt: «Der Meier ist der Hammer», und meint mit Meier Kollege Adrian Glesti (25) aus Basadingen. Der meint: «Dass ich chauffiert werde, ist der Hammer» und schaut dann Kaspar Lang (22) aus Etzwilen an. Der Angesprochene sagt: «Da ich gerne Taxichauffeure wäre, ist es der Hammer, dass ich meine Kollegen fahren darf.» Die drei lachen laut und gehen dann zusammen Richtung Bühne, wo eine heitere und lockere Stimmung herrscht. Das Gehen auf Holzschnitzeln, Bäume die sich zum Takt der Musik bewegen – es ist eine magische Kulisse hier im Bilcheholz.

Heftiges Gewitter kann der Party nichts anhaben

Um knapp halb zwölf öffnet der Himmel seine Schleusen und lässt ein heftiges Gewitter über die Party ergehen. Einige verdrücken sich fluchtartig, andere stehen einfach unter den Bäumen, die den Regen nur verdünnt durchlassen. Dort, wo man ein Dach über dem Kopf hat, herrscht Gedränge. Zum Glück dauert das Gewitter nur kurz und geht dann in einen feinen Regen über. Die Party kann weitergehen.


Leserkommentare

Anzeige: