Hand in Hand für den Meister

AMRISWIL ⋅ Gönner- und Sponsorenvereinigung von Volley Amriswil feierten zusammen das 30-jährige Bestehen des Clubs. Im Pentorama versammelten sich 180 geladene Gäste.
19. September 2017, 05:17

Gleich beim Eingang des Saals im Pentorama steht eine fast bis zur Decke reichende Litfasssäule mit einem Werbeplakat. Unmittelbar daneben befindet sich ein grosser Barbetrieb. In der Küche brutzelt und brodelt es, ein leckerer Duft liegt an diesem Freitagabend in der Luft. Abgetrennt durch eine Stehwand sind auf der anderen Seite Festgarnituren schön geschmückt und für rund 180 Gäste gedeckt. An der Wand hängt ein überdimensionales Siegerplakat der Meisterschaft. Alles ist soweit perfekt für die 30-Jahr-Jubiläumsfeier von Volley Amriswil mit ihren Gönnern und Sponsoren.

Nach dem Apéro begeben sich Gönner und Sponsoren gemeinsam zum gedecktem Tisch. Was so selbstverständlich wirkt, hat in diesem Jahr Premiere, denn heuer wurde der alljährliche Donatorenanlass mit dem Gönneranlass zusammengeführt. «Aufgrund des speziellen Jubiläums und des ausgiebigen Rahmenprogramms haben wir die beiden Vereinigungen zusammengebracht», erklärt Martina Perler, Medienverantwortliche von Volley Amriswil Elite.

Der Verein ist wie eine Familie

Das abwechslungsreiche Programm beginnt mit der Begrüssung durch Markus «Sämi» Ammann, Interims-Präsident der Gönnervereinigung Provolley Amriswil, und Peter Kummer, Präsident Volley Amriswil Elite. Als Referent wurde Urs Winkler, Direktor des Sportgymnasiums Davos, eingeladen. Es ist Tradition, dass der eingeladene Gastredner eine Beziehung zum Volley Amriswil hat. Diese hat auch Winkler. Vor exakt 30 Jahren war er Athletiktrainer, wie er gleich zu Beginn erläuterte: «Ich war Teil der Mannschaft im Jahre 1987. Ich habe viel gelernt, unter anderem auch zu verlieren.» Ein einziges Spiel habe er in dieser Meisterschaft gewonnen und sonst alle verloren – dies sei womöglich auch der Grund für seine Entlassung gewesen, ergänzte er und bringt damit nicht nur die Zuschauer zum Lachen.

Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als Kurt Wick, Leiter Sponsoring, auf die Bühne tritt. Mit kecken Sprüchen ruft er einzelne Gönner und Donatoren auf die Bühne, kleidet diese in blaue Trikots ein und verteilt ihnen neue Jobs. So bekommt Wick zwei neue Assistentinnen und ernennt einen Kulturbeauftragten der Mannschaft. Das Publikum lacht Tränen. Zum Schluss durften die Gönner und Donatoren auf der Bühne alle Spieler samt Trainer einmal abklatschen.

Das Abklatschen zum Schluss war vor allem Ammann sehr wichtig: «Wir wollen die Nähe der Spieler zu den Leuten haben und das ist heute wieder gut gelungen, indem wir die Sponsoren und Gönner auf die Bühne holten und sie abklatschen liessen.»

Die Nähe ist auch Gönner Walter «Hasli» Haas aus Amriswil wichtig: «Der Verein ist wie eine Familie: Jeder kennt jeden und jeder hilft jedem. Man ist den Sportlern sehr nahe, die Spieler haben keine Starallüren und sind zum Anfassen da.»

Ein Zusammenschluss der Feier ist vorstellbar

Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen sei klar gewesen, dass der Event nicht am gewohnten Ort stattfinden konnte, sagt Ammann. Die neue Lokalität, das Pentorama, biete den Verantwortlichen neue Möglichkeiten: «Wir konnten den Saal irrsinnig herrichten und konnten, dank der guten Infrastruktur, Videos einspielen. Wir hatten eine super Akustik und konnten sogar einen Barbetrieb installieren – das hatten wir bisher noch nie», freut sich Ammann.

Einmalig soll dieser Event so nicht bleiben, denn Ammann kann sich einen zukünftigen und langfristigen Zusammenschluss der Feier gut vorstellen: «Für nächstes Jahr ist noch nichts geplant, aber wir werden wieder mit der gleichen Prämisse etwas zusammenstellen.»

 

Sara Carracedo

amriswil

@thurgauerzeitung.ch


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