Guggen haben sich verewigt

AMRISWIL ⋅ Pünktlich zu Weihnachten veröffentlicht die Glöggli Clique eine Live-CD. Die Aufnahmen fanden während des «SchällaFäschtivals» statt.
22. Dezember 2017, 05:18
Tobias Bolli

Die soeben erschienene Doppel-CD verdankt sich einem Fest der Superlative, der grössten Fasnachtseröffnung der Ostschweiz. Am 11.11. fanden sich –um diese Schnapszahl nicht verlegen – 1111 Gugger auf dem Marktplatz ein. Exakt um 11.11 Uhr war es so weit: Das Monsterkonzert unter der Leitung von Ferdi Segmüller, Präsident des Dachverbandes Helvetischer Fasnachtsring (Hefari), wurde angepfiffen.

Im Anschluss an den Guggenmarsch schwärmten Formationen aus der ganzen Schweiz und aus dem nahen Ausland auf die Festbühnen. Das «SchälläFäschtival» brach alle Rekorde. «Wir hatten noch nie zuvor so viele Guggen auf einmal hier in Amriswil zu Gast», sagt OK-Präsident Adrian Widmer.

Auf zwei der drei Bühnen konnten die Guggen am Wettbewerb «Die perfekten 200 Sekunden» teilnehmen. Es galt, diese Zeit nach Belieben zur Unterhaltung des Publikums zu gestalten. Regeln gab es keine. Natürlich kamen die Guggen auch auf unkonventionelle Ideen: Sie führten Tänze auf, verteilten hochprozentigen Appenzeller und einige legten gar einen Striptease hin.

Auf der dritten Bühne im Pentorama ging es etwas konzen-trierter zu und her. Techniker von Radio Top stellten die 31 Guggen vor ein Mikrofon und gaben das Kommando: «Aufnahme läuft, ihr könnt loslegen». Jede Formation nahm ein Stück zweimal auf, die bessere Version wurde auf der «Top of SchälläFäschtival»-CD verewigt.

Für ihre Aufnahme standen den Guggen nur je zehn Minuten zur Verfügung. «Niemand ausser uns hat es für möglich gehalten, dass dieser Zeitplan funktioniert», sagt OK-Chef Widmer und lacht. Irgendwie hat es dann doch geklappt. Auf der CD finden sich sowohl Klassiker als auch aktuelle Stücke.

Tobias Bolli

tobias.bolli@thurgauerzeitung.ch

Unter www.gloegglinet.ch kann die CD ab sofort gekauft werden.


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