Elvis Presley hätte sich gefreut

AMRISWIL ⋅ Der Chor Vocaljazzaffair beeindruckte beim Konzert im Kulturforum mit seiner Vielseitigkeit. Der Funken sprang schnell auf das Publikum über, das mit Applaus nicht geizte.
21. September 2017, 08:17

Die Kleidung war schwarz und pink. Bunt und abwechslungsreich waren die Songs, mit denen der 25-köpfige Chor Vocaljazz- affair das Publikum im vollbesetzten Kulturforum begeisterte. Das Programm versprach einen unterhaltsamen, vergnüglichen Abend. Diese Hoffnung sollte nicht enttäuscht werden.

Auf der Bühne nahmen der Pianist Jürgen Waidele und der Saxofonist Arno Haas Platz. Sie begleiteten den Chor einfühlsam, gaben Boden, fügten sich als weitere Stimme ein und spielten ihre Stärken in Soloeinlagen aus. Auch a cappella war der Chor sicher. Hier zeigte sich, dass die Männerstimmen – obwohl in der Unterzahl – stimmlich mit den Frauenstimmen mithalten konnten, in den leisen, wie auch in den vollen Klängen. Der Dirigent von Vocaljazzaffair, Philipp Heizmann, führte die Sängerinnen und Sänger unauffällig und doch souverän durch das Konzert. Die Harmonie war spürbar.

Wunderschön interpretierte Soul- und Swing-Balladen wechselten ab mit schnellen Jazz-Standards von Elvis Presley und Stevie Wonder. Im Solo, Duett oder Quartett konnten einzelne Sängerinnen und Sänger ihre Stärken zum Besten geben, sehr zur Freude des Publikums. Die oft schwierigen Harmonien wurden mit Leidenschaft und Bravour gemeistert. Dezent und unaufdringlich war die Choreografie, passend zum jeweils vorgetragenen Stück. Sie steckte das Publikum an. Es wippte, schnippte oder klatschte spätestens beim Duett «Bad, Bad Leroy Brown» mit. Ein schwungvoller, musikalisch abwechslungsreicher Abend ging nur allzu schnell zu Ende. Das Publikum erklatschte sich zwei Zugaben. Einen verdienten Spezialapplaus gab es für die beiden Instrumentalbegleiter.

 

Regina Morgenegg

amriswil@thurgauerzeitung.ch


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