Ein erster Kontakt mit der Berufswelt

ERLEN ⋅ Die Sekundarschule führte zum zweiten Mal einen Berufswahlparcours durch. Rund 60 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit und schauten sich verschiedene Berufe in Betrieben im Aachthurland an.
23. Oktober 2017, 07:15

Die Berufswahl ist ein wichtiger Unterrichtsbestandteil der 2. Sekundarklasse. In der ersten Woche nach den Sommerferien findet deshalb für diese Schüler eine Sonderwoche dazu statt. Ziel ist es, die Jugendlichen so gut wie möglich auf die Berufswahl vorzubereiten. Sie machen erste Erfahrungen in Betrieben und lernen die Berufsberatung kennen. In dieser Sonderwoche findet auch der Elternabend statt, an dem die Berufsberatung wichtige Informationen weitergibt.

Nach dieser intensiven ersten Schulwoche erhielten die Schüler Zeit, sich während der Projektarbeitszeit auf die Berufswahlausstellung vorzubereiten. Während 20 Lektionen Unterricht und zwei Halbtagen Berufserkundung konnten die Jugendlichen Erfahrungen in ihrem Wunschberuf sammeln. Diesen stellen sie im November an der Berufsausstellung vor. Den Berufswunsch vor den Eltern und Kollegen darstellen zu müssen, löst bei den Lernenden grosses Interesse und Engagement aus.

Einen besseren Eindruck bekommen

Der Berufswahlparcours ist ein neues Element der Berufswahl an der Schule Erlen. Er erfolgt direkt in den Betrieben mittels Vortrag, Film, aktivem Mitgestalten und Besichtigungen, dient zur Orientierung und ist nicht mit einer Schnupperlehre vergleichbar.

Ziel ist es, dass die jungen Menschen in Kontakt mit der Berufswelt kommen und für die Berufswahl zusätzlich motiviert werden. Sie erhalten von mehreren Berufen einen Eindruck und können besser einschätzen, was sie bei einer Schnupperlehre erwartet. Ausserdem bekommen die Schüler einen Überblick über das Lehrstellenangebot in Erlen. Auch für die Betriebe ist es eine gute Möglichkeit, sich potenziellen Lehrlingen zu präsentieren.

Schnupperwoche rundet Berufswahlprozess ab

Aktuell sind vor allem Handwerksbetriebe knapp an Lehrlingen. Der «Gwerblertreff» in Erlen ist aktiv bei der Umsetzung des Berufswahlparcours dabei. Viele Berufe können direkt in Erlen oder in der nahen Umgebung angeschaut werden. Die Organisation des Berufswahlparcours ist aufwendig und benötigt grosses Engagement. Im Moment liegt die Verantwortung bei der Schule. Im Sinne einer guten Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe versucht die Schule, eine Lösung zu finden, wie diese Besuche in Zukunft noch besser organisiert werden können.

Anfang März rundet eine obligatorische Schnupperwoche während der Schulzeit den Berufswahlprozess ab. Ziel ist es, dass alle Schulabgänger eine Anschlusslösung nach der Schule haben. (red)


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