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BISCHOFSZELL ⋅ Viele Besucher und beste Stimmung an der Premiere: Am Kulturenfest im schmucken Altstädtli haben 29 Nationen sich und ihre Spezialitäten präsentiert. Menschen begegneten sich über Herkunftsgrenzen hinweg.
28. August 2017, 07:52
Barbara Hettich

Barbara Hettich

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

An einem Tisch sitzen, sich unterhalten, gemeinsam essen – dies war das Ziel des ersten Kulturenfestes in Bischofszell – nach Weinfelden vor zwei Jahren das zweite im Bezirk. Bereits am Samstagmittag ging es los mit dem völkerverbindenen Anlass, und an den verschiedenen Ständen zwischen Grubplatz und Marktgasse wurde eifrig gekocht und grilliert. Auf den Bühnen beim Turm und beim Rathaus tanzten, sangen und spielten im Zehn-Minuten-Takt die Folklore-gruppen. Am langen Tisch, der durch den Bogenturm in die Altstadt führte, kosteten die Besucher die Köstlichkeiten aus Kirgistan bis Südafrika, Vietnam, Equador, Syrien oder aus Tibet.

Musikalisch Grenzen überwinden

Zum Höhepunkt des Tages präsentierte am Abend der Verein Literaria auf der Rathausbühne die Band Searoma mit dem Akkordeonisten Rade Mijatovic aus Serbien, dem Klarinettisten Emanuel Daniel Andriescu aus Rumänien und dem Perkussionisten Samuel Forster aus Bischofszell. Virtuos switchten sie zwischen Moll und Dur, zwischen wehmütig-osteuropäischen Melodien und fröhlicher Volkstanzmusik.

«Der Zuspruch ist gewaltig, das Wetter passt, und wir sind mit dem Fest rundum zufrieden», zieht Charlotte Kehl, Presseverantworliche des Organisationskomitees, Bilanz. Peter Frei, für die Gastronomie zuständig, sagt; «Kultur gehört ins Zentrum, wir sind dankbar, dass wir das Fest in der Altstadt durchführen konnten und nicht in die Bitzihalle verbannt wurden.» Maya Villabruna Belt von der städtischen Integrationsstelle meint: «Schön, dass die Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen zusammen feiern, für heute Menschen und nicht nur Ausländer sind.»


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