Der Adventsmarkt bleibt begehrt

BISCHOFSZELL ⋅ Die Stände sind ausgebucht, der Marktchef Franco Capelli ist zufrieden mit dem Angebot: Erneut steuert der vorweihnachtliche Anlass auf eine erfolgreiche Durchführung zu.
21. November 2017, 06:50
Rita Kohn

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

Sie wissen, dass sie vor allem von der Altstadtkulisse profitieren: Die Organisatoren des Bischofszeller Adventsmarkts sind stolz auf die vorweihnächtliche Veranstaltung, die sich längst zu einem kleinen Juwel in der Region entwickelt hat. «Die Stände am Adventsmarkt sind begehrt», sagt Franco Capelli. Jeweils gegen 90 Prozent der Stände werden durch Bisherige belegt, für neue Anbieter tun sich nur wenige Möglichkeiten auf. Wenn, dann sieht der Marktchef genau hin, was der Interessent verkaufen will. Ihm ist die gute Mischung wichtig. «Ein neuer Anbieter muss in den Markt passen», sagt er.

Dieses rigorose System hat sich bewährt. Auch, dass die Marktfahrenden ein Depot von 100 Franken leisten müssen, das sie erst am Sonntagabend zurückbekommen, hat sich bewährt, wie OK-Präsident Pius Hofstetter betont. «Damit können wir dazu beitragen, dass die Stände bei jedem Wetter bis zum Ende der Öffnungszeit am Sonntag belegt sind.» Wer nämlich früher geht, muss auf die Rückzahlung verzichten. Damit bleibt der Adventsmarkt bis zum Schluss für das Publikum attraktiv.

Sicherheitskonzept neu aufgestellt

Grosses Augenmerk richten die Verantwortlichen auf die Sicherheit. Bisher hätten sie den Markt zum Glück noch nie räumen müssen, zeigen sich die OK-Mitglieder erleichtert. Aber sie sind sich bewusst, dass auch sie vor Wetterkapriolen nicht gefeit sind. «Ich beobachte in der Woche vor dem Markt die Wetterentwicklung sehr genau», sagt Franco Capelli. Gibt es Hinweise auf aussergewöhnliche Wetterereignisse, stehen die Verantwort­lichen bereit. «Sollte es die Si­tuation erfordern, müssen wir den Markt innerhalb kurzer Zeit räumen.»

Weniger Bedenken hat das OK hinsichtlich Terroranschlägen, wobei das Wissen um die potenzielle Gefahr auch hier mitschwingt. Gegen Vandalenakte versuchen die Organisatoren schon länger den Markt bestmöglichst zu schützen. So patrouilliert in den Nachtstunden ein Sicherheitsdienst bis zum Zeitpunkt, in dem der Pikettdienst des OKs wieder vor Ort ist. «Wir konnten damit in den letzten Jahren verhindern, dass es Schäden gegeben hat.» Die Aussteller danken es damit, dass sie sich bei der Gestaltung der Stände grosse Mühe geben. Sie erfüllen damit eine Forderung des OKs: «Wer den Stand nicht genügend weihnachtlich dekoriert, wird zum Nachbessern aufgefordert. Kommt er dem nicht nach, wird er das nächste Mal nicht mehr dabei sein», heisst es rigoros. Dafür werden die drei schönsten Stände prämiert und mit Plaketten versehen.

Dieses Jahr wird eine neue Chlausgesellschaft unterwegs sein. Zwei Bischöfe und mehrere Schmutzli mit Eseln werden den Markt besuchen. Dazu natürlich die beliebten Engelchen, die von den beiden OK-Engeln Karin Venzo und Caroline Inauen betreut und begleitet werden.


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