Christoph Stäheli klar vorne

SULGEN ⋅ Der 53-jährige Schönenberger wird Präsident der neu geschaffenen Volksschulgemeinde Region Sulgen. Daniel G. Fuchs aus Altnau muss sich geschlagen geben, erzielt aber einen Achtungserfolg.
27. November 2017, 07:34
Georg Stelzner

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

Der Sieger des ersten Wahlgangs hat auch im zweiten und entscheidenden die Oberhand behalten. Und dies deutlicher als allgemein erwartet: Christoph Stäheli distanzierte Daniel G. Fuchs um 74 Stimmen. Vor vier Wochen hatte die Differenz nur 10 Stimmen betragen. Mit dem Sozialdemokraten Peter Welti Cavegn war damals aber noch ein dritter Bewerber im Rennen.

Dem Wahlsieger stand die Freude während des Apéros in der Sekundarschule Befang ins Gesicht geschrieben. Er habe seine Chancen nicht einschätzen können und freue sich nun umso mehr über den Erfolg, sagte Stäheli. Zum Ausgang der Wahl meinte er: «Ich werte meinen ­Erfolg als Zeichen und Ausdruck der Wertschätzung meines jahrelangen Schaffens für die Menschen und die Natur.» Hilfreich sei auch sein hoher Bekanntheitsgrad gewesen. «Man kennt mich und meine Arbeitsweise.» Er sei sich bewusst, dass er mit dem Amtsantritt eine grosse Verpflichtung eingehe, stünden doch viele Erwartungen im Raum. Wohl nicht zuletzt aufgrund der konfliktreichen Entstehungs­geschichte der neuen Volksschulgemeinde vertrat Stäheli die Meinung, dass die Schulbehörde gut beraten sein werde, alle ihre Entscheidungen sorgfältig abzuwägen. Er betonte, dass es ihm ein zentrales Anliegen sein werde, «Mitarbeitende und Schüler mit gesundem Menschenverstand in die Zukunft tu führen».

Daniel G. Fuchs nahm das Verdikt gefasst zur Kenntnis. «Eine Wahl kann nur einer gewinnen. Ich habe mich nicht als Favorit gesehen und betrachte das Resultat jetzt auch nicht als Niederlage, zumal ich mit meiner Stimmenzahl durchaus zufrieden bin», sagte der Altnauer. Es sei positiv zu werten, dass so viele Leute gewählt und ihre staats- bürgerliche Verantwortung wahrgenommen hätten. Seiner Einschätzung nach haben sich die Wähler für den bekannteren Kandidaten entschieden. Er bereue es nicht, sich für das Amt be- worben und einen Wahlkampf bestritten zu haben. Das sei eine Erfahrung, von der er in seinem weiteren beruflichen Leben noch profitieren werde. Er habe Menschen kennen gelernt, mit denen er weiterhin freundschaftliche Beziehungen pflegen werde.


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