Bauchkribbeln wegen Riesenrad

HAUPTWIL ⋅ Die Jungschar feierte ihr 40-jähriges Bestehen. Trotz Regen sorgten verschiedene Aktivitäten für viel Freude.
11. September 2017, 05:17

Schon von der Strasse aus kommt einem das Lachen der Kinder entgegen. Von Nahem sieht man, dass es sich um ein selbst gebautes Riesenrad handelt, das durch menschliche Kraft angetrieben wird. Auf der Wiese stehen aber nebst Festzelt und Riesenrad noch viele weitere Spielwaren für über 30 Kinder. Das alles bot die Jungschar Hauptwil im Rahmen der 40-Jahr-Feier das ganze Wochenende über.

Die Kinder trotzen Regen und Kälte und stecken in sogenannten Loopyballs, mit Luft gefüllte Riesenplastikbälle, und spielen darin auf der grossen Wiese Fussball. Neben dem Fussballfeld ist eine ewig lange Seilbahn zwischen zwei Bäumen gespannt. Doch das ist noch lange nicht alles, denn im hinteren Teil des Areals misst ein Radargerät die Geschwindigkeit der Torschüsse, und in der anderen Ecke ist eine grosse Hüpfburg für die kleineren Gäste aufgestellt. Die wohl grösste Attraktion ist das selbst gebaute Riesenrad, wie auch Jaël Moser, seit sechs Jahren Jungschar-Teilnehmerin, sagt: «Das Riesenrad löst richtiges Bauchkribbeln aus und ist Spass pur.»

Auch Michèle Schindler durfte schon in einem der vier Sitze im Riesenrad Platz nehmen. «Das Tolle daran ist, dass die Leiter es selbst gebaut haben.» Das Riesenrad wird von vier Leitern angetrieben, die jeweils an zwei Seilen das Rad drehen. Hinter dem handwerklichem Meisterwerk mit Spassfaktor steckt unter andrem der gelernte Zimmermann Josua Gotsch aus Bischofszell. Sein Team hat während zwei Wochen das Konstrukt gebaut. «Wir sind vermutlich schweizweit die einzigen, die ein selbst gebautes Riesenrad aus Holz besitzen.» Sicher sei das Konstrukt, ein Ingenieur habe nachgerechnet. Doch offiziell abgenommen sei es noch nicht. «Falls das Riesenrad auch bei anderen Jungschar-Vereinen auf Interesse stossen sollte, werden wir es abnehmen lassen.» Dann würde das Riesenrad an andere ausgeliehen. Wenn es nach den jungen Gästen der Jubiläumsfeier ginge, wäre der Fall klar.

 

Sara Carracedo

bischofszell@thurgauerzeitung.ch


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