Symbol für Vergänglichkeit

Ein Kubus aus Eis und Kies steht auf dem Friedhof Amriswil als Metapher für den Zyklus des Lebens. Vier Bildhauer gestalteten die Skulptur im Rahmen der Fotoausstellung im Kulturforum.
27. Juni 2011, 12:04
Helio Hickl

Amriswil. Unter dem Motto «Erde zu Erde» schufen vier Bildhauermeister auf dem Amriswiler Friedhof das Prozesskunstwerk «Zyklus» aus den Materialien Eis und Kies. Sie waren vom Verein Hospizdienst Thurgau, der zurzeit die Fotoausstellung «Lebenskunsterben» im Kulturforum veranstaltet, um einen Beitrag für das Rahmenprogramm angefragt worden.

Als Vertreter und Mitglieder des Verbands Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister, Region Nord, erarbeiteten David Pepe als Hauptorganisator der künstlerischen Aktion, Hansjörg Hemmi aus Bischofszell, Horst Bohnet aus Regensdorf ZH und Cla Coray aus dem zürcherischen Oberrieden ein gemeinsames Konzept.

«Wir haben uns um ein angemessenes Kunstwerk bemüht – eine stille Installation aus Materialien, die im Friedhof vorhanden sind», hielt Hansjörg Hemmi fest. Mehrere Schichten Eis sowie vom Boden entnommener Kies bilden einen Kubus von einem Kubikmeter. Durch den natürlichen Prozess des Schmelzens wird der Eiskörper den Kies wieder langsam auf den Boden zurücksinken lassen. So kann dieser Umwandlungsprozess als Metapher des Werdens und Vergehens verstanden werden.


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