Der Name steht für Kompetenz

Die auf neurologische Rehabilitation spezialisierte Klinik in Zihlschlacht gehört jetzt zum international tätigen Gesundheitsdienstleister Vamed und nennt sich schlicht Rehaklinik Zihlschlacht. Geplant ist ein Neubau mit 50 Betten.
12. Februar 2013, 01:33
GEORG STELZNER

ZIHLSCHLACHT. Nur zwei Jahre trat die renommierte Klinik nach aussen mit dem Helios-Logo in Erscheinung. Dieses ist mit Beginn des neuen Jahres wieder von der Bildfläche verschwunden. Grund dafür ist ein Träger- und Eigentümerwechsel. «Wir legen den Fokus aber weiterhin auf die Rehabilitation im neurologischen Bereich», erklärt Edith Kasper, seit 2011 Geschäftsführerin der Zihlschlachter Klinik. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde sich nichts ändern.

Weiter auf Wachstumskurs

Der Wechsel innerhalb des Fresenius-Konzerns von Helios zu Vamed ist laut Kasper ein strategischer Entscheid. Helios wolle sich ganz auf den deutschen Krankenhausmarkt konzentrieren und habe sich deshalb aus der Schweiz zurückgezogen. Gottfried Koos, Vamed-Vorstandsmitglied, ist zuversichtlich: «Wir werden den bisher erfolgreichen Wachstumskurs der Klinik in Zihlschlacht fortführen.» Die Vamed AG sei punkto Planung, Errichtung und Betrieb von Gesundheitseinrichtungen bereits international aufgestellt. Auch Edith Kasper ist überzeugt, dass die Weichen richtig gestellt worden sind. Die internationale Kooperation werde der Rehaklinik Zihlschlacht zugute kommen. Man habe Zugang zu einem immensen Fachwissen und könne von der Kompetenz der Vamed AG in Baufragen profitieren.

Standort mit Vorzügen

Die Geschäftsführerin sieht in der neuen Konstellation auch eine Gewähr dafür, dass der Standort Zihlschlacht langfristig gesichert ist. «Es ist heute schwierig, sich im Alleingang gegenüber der Konkurrenz zu behaupten. So gesehen, ist es sicher ein Vorteil, in einen grossen, erfolgreichen Konzern eingebettet zu sein.»

Bezüglich der geographischen Lage und der verkehrstechnischen Erschliessung gäbe es vielleicht den einen oder anderen Ort in der Schweiz, der besser geeignet wäre, räumt Kasper ein. Für Zihlschlacht spreche jedoch die ruhige, ländliche Umgebung, in der keine Gefahr einer Reizüberflutung bestehe. «Für eine neurologische Klinik ist der Standort geradezu ideal», stellt sie fest. Zudem befänden sich mit Frauenfeld, Münsterlingen und St. Gallen gleich drei Spitäler in der Nähe.

Nachfrage wird grösser

Die Vamed AG verfolgt mit dem Standort im Thurgau denn auch ehrgeizige Ziele. So soll die führende Position von Zihlschlacht als qualitativ hochstehende Neurorehabilitationsklinik gefestigt respektive weiter ausgebaut werden. Laut Edith Kasper ist geplant, nach den Sommerferien mit der Errichtung eines Neubaus zu beginnen. Er wird Platz bieten für rund 50 Betten und soll bereits im Herbst 2014 bezugsbereit sein. Die Investitionen für den Neubau und die notwendigen Anpassungen in der bestehenden Klinik betragen rund 16 Mio. Franken.

Der Gestaltungsplan und das Vorprojekt sind inzwischen bewilligt worden; das Baugesuch soll demnächst eingereicht werden. «Mit diesem Projekt tragen wir der wachsenden Nachfrage nach einer spezialisierten Neurorehabilitation Rechnung», erklärt die Geschäftsführerin. Bis es soweit ist, steht ein in Modulbauweise erstelltes Provisorium mit 20 Betten zur Verfügung.

In der Fachwelt ein Begriff

Mit der Übernahme durch den Gesundheitsdienstleister Vamed bekommt die Klinik innerhalb weniger Jahre bereits den dritten Namen. Auf Humaine und Helios folgt mit Rehaklinik Zihlschlacht jetzt eine schlichte, auf Anhieb verständliche Bezeichnung. Der Ort sei in der Branche ein Begriff, führt Edith Kasper aus. Auf dem Gebiet der Neurorehabilitation sei Zihlschlacht ein Synonym für Qualität und Kompetenz. Daher habe man sich beim Namen für diese Version entschieden.


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