Alle wollen lachen

HAGENWIL ⋅ Die neue Dinner-Saison im Schloss beginnt demnächst. Neue Geschichten und Themen warten auf ein Publikum.
27. September 2016, 02:40
Rita Kohn

HAGENWIL. Es war ein Test. Dass das angekündigte Witze-Dinner mit Guschti Brösmeli Anfang November gleich so gut aufgenommen würde, haben weder Regisseur Florian Rexer noch Schlossherr Andi Angehrn gewusst. «Wir sind längst ausverkauft und haben weitere Vorstellungen für den März geplant», kündigt Florian Rexer an. Auch hier ist die Nachfrage gross. «Alle wollen lachen», konstatiert der Regisseur, der mit seinen speziellen Themen-Dinner für manch unterhaltsamen Abend im Schloss Hagenwil sorgt.

Es ist aber nicht nur der Witz, der beim Publikum so grossen Anklang findet. Auch die Tatort-Dinner werden gut gebucht. Hier ist Florian Rexer überzeugt, dass die Veranstaltungen deshalb so beliebt sind, weil sie dem Publikum zum Essen Unterhaltung bieten, aber niemanden blossstellen. «Mir graust immer, wenn der Clown im Zirkus in die Menge guckt und sich sogenannte Freiwillige in die Manege holt», bekennt Florian Rexer.

Ein neuer Tatort im Schloss

Die Schauspieler, die den Dinner-Events jeweils Leben einhauchen, haben sich schon vor einiger Zeit an die Arbeit gemacht, um Neues einzustudieren. Denn bereits im November geht die Saison definitiv los. Florian Rexer ist sich bewusst, dass die Erwartungen nach den gutbesuchten Events in den vergangenen Jahren sehr hoch sind. Er ist überzeugt, dass mit dem Stück «Tot trotz Botox» wieder eine spannende Geschichte mit viel Witz und unerwarteten Wendungen vorbereitet wurde.

«In der Geschichte geht es um die Ereignisse an einem Kongress von Schönheitschirurgen», beschreibt Mia Sanner, die die Story entwickelt hat. Missgünstige Chirurgen, ein Mord und viel Ungereimtheiten sollen dem Publikum zu einem kulinarischen Höhepunkt dazu serviert werden. Gespielt wird das Tatort-Dinner von Schauspielerinnen und Schauspieler, die dem Publikum von den Schlossfestspielen her bereits bekannt sind.

Gruseldinner machte den Anfang

Entstanden sind die Dinner-Events in Hagenwil aus einer ganzen Reihe von Grusel-Dinner, die bis zum Schluss jeweils gut besucht waren. Derzeit werden jedoch keine Grusel-Dinner angeboten. Ob dieses Genre wieder in den Kalender aufgenommen wird, weiss Florian Rexer noch nicht. «Wir müssen dem Publikum etwas bieten, das immer wieder etwas anders und neu ist.» Nur so kann verhindert werden, dass sich ein Thema tot läuft und die Dinner nur noch wenig Publikum anziehen. «Damit lässt sich der Aufwand mit der Profitruppe letztlich nicht mehr tragen», sagt Florian Rexer.


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