Tagblatt Online, 28. August 2010 12:33:00
Von der Batterie- zur Freilandhaltung
Elmar Dudli Landwirt
Gerade in der Eierproduktion hat sich während der vergangenen Jahrzehnte enorm viel verändert.
Gerade in der Eierproduktion hat sich während der vergangenen Jahrzehnte enorm viel verändert. Die Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten sowie deren Drängen auf tiergerechtere Haltung hat den Lieferanten eine stetige Anpassung abverlangt; 1985, als wir den Hof übernommen haben, war die Batteriehaltung das Mass aller Dinge, vier Jahre später wechselten wir auf die Boden- und zwei Jahre danach auf die bis heute praktizierte Freilandhaltung. Im Gegensatz zur eher simplen Batteriehaltung gestaltet sich diese überaus arbeitsintensiv.
Vogelgrippe und Salmonellen haben zusätzliche Hygiene- und sonstige Vorschriften nach sich gezogen, die den Zeitbedarf für Stallreinigung oder Qualitätskontrolle permanent erhöhen. Zudem muss neben dem eigentlichen Stall ein Wintergarten vorhanden sein, das Auslaufgelände eingezäunt werden, und es gilt, dem durch das Scharren entstandenen Landschaden – vor allem an den Bäumen – vorzubeugen oder ihn nachträglich zu beheben. Trotz Mehrarbeit ist die Freilandhaltung aber eine viel «gfreutere» Sache für Tier und Halter. (cg.)
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