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Tagblatt Online, 07. Mai 2010 01:04:35

Auf dem Petersplatz konzertiert

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Fünf Meter vom Papst entfernt: Die Uzwiler Musikanten standen wahrlich in der ersten Reihe. (Bild: Bild: cg.)

Zum Auftakt ihrer Auftrittsreihe in Rom hat die Jugendmusik Uzwil den Reigen am Mittwoch mit der Umrahmung der wöchentlich stattfindenden Generalaudienz des Papstes eröffnet. Trotz nächtlicher Anfahrt mit dem Bus überzeugten die Musikanten mit schmissigen Rhythmen.

Christine Gregorin

Uzwil/Rom. «Da ist im Protokoll etwas schief gelaufen, wir wurden nicht einmal namentlich erwähnt», stellt Vorstandsmitglied Valentin Arnold ernüchtert fest und dreht sich zu Präsident Heinz Erismann um, der ebenfalls ungläubig den Kopf schüttelt. Soeben wurden sämtliche deutschsprachigen Delegationen vom Papst willkommen geheissen – alle ausser der Jugendmusik Uzwil, die wohl wegen ihrer weiteren Darbietungen anlässlich der Vereidigung der päpstlichen Schweizergarde zu deren Gästen oder dem Umfeld gezählt wurde.

Pompöser Einmarsch

Nichtsdestotrotz tat dieser kleine Fauxpas der Organisatoren der Einmaligkeit dieses beeindruckenden Erlebnisses keinen Abbruch. In Zweierreihen und unter Trommelwirbeln marschierten die rund 60 Instrumentalisten im Alter zwischen 10 und 24 Jahren auf dem Petersplatz ein und zogen dabei die Aufmerksamkeit auf sich.

Nachdem zuerst nicht ganz sicher gewesen war, ob die Uzwiler überhaupt aufspielen dürfen, bestritten sie schliesslich den Grossteil der musikalischen Umrahmung.

Jugendmusik begeisterte

Mit einem abwechslungsreichen Repertoire aus Marschmusik und heimatlichen Klängen, die in schmissige Rhythmen eingebettet waren, begeisterte die Jugendmusik Uzwil die rund 15 000 Zuhörer.

Neben musikalischen Leckerbissen wie zum Beispiel dem urchigen Vortrag auf vier Alphörnern überzeugten auch die gut schweizerischen Bekleidungsdetails in Rot und Weiss. Die selbst gestrickten «Schweizerkäppli» sorgten für einen optischen Blickfang und bildeten einen schönen Kontrast zur blauen Uniform der jungen Musikerinnen und Musiker.

Viele Impressionen

«Es war ein ereignisreicher und auch ein sehr langer Tag», konstatierte Heinz Erismann nach der abendlichen Besichtigung des Apostolonischen Palastes und der Sixtinischen Kapelle beim gemütlichen Abendessen in einem Restaurant mit typisch italienischen Spezialitäten. Er sprach damit wohl allen JMU-Vorstands- und Korpsmitgliedern, den Vertretern des Uzwiler Gemeinderats sowie den Begleitpersonen aus der Seele.





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