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Tagblatt Online, 11. August 2010 06:21:00

«Ich wünsche dir einen guten Tag»

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Das Gotti-Götti-System stiess bei der Einführung diese Woche in den Primarschulen von Henau und Algetshausen auf viel Sympathie. (Bild: Bild: zVg.)

HENAU/ALGETSHAUSEN. Zum Beginn des neuen Schuljahres haben die beiden Schulanlagen in Henau und Algetshausen neu ein Gotti-Götti-System eingeführt. Dabei erhält jedes neu in die Primarschule eingetretene Kind einen Sechstklässler als persönliche Bezugsperson.

«Die Umsetzung dieser Idee, die in anderen Schulen bereits grossen Anklang gefunden hat», so schreibt Schulleiter Robert Singer in einer Medienmitteilung von Anfang Woche, «startete vor den Sommerferien anlässlich des Schnuppertages der Kindergärtler in der Primarschule.» An jenem Tag hätten die zukünftigen Erstklässler ihre Gottis und Göttis kennengelernt, welche aktuell die sechste Klasse besuchten.

Ein besonderer Tag

Für die neuen Erstklässler sei der erste Schultag etwas ganz Besonderes und mit vielen Erwartungen und Gefühlen verbunden, heisst es in der Mitteilung weiter. Vieles sei neu und müsse entdeckt werden.

«Auf dieser Entdeckungsreise wurden sie am ersten Schultag nun von den Grossen in die Pause begleitet», so Robert Singer.

Es sei spannend zu beobachten, wie die Schülerinnen und Schüler jeweils in Zweiergruppen umhergingen und die neuen Kinder gebannt den Ausführungen ihrer Gottis und Göttis lauschten.

Gut angelaufen

«Die friedliche Stimmung war offensichtlich und sehr schön zum Beobachten», gibt der Schulleiter seine Beobachtungen wieder. In Algetshausen seien die neuen Schülerinnen und Schüler von allen Kindern mit dem Lied «I wünsche dir en guete Tag» begrüsst worden. Dabei durften sie mit ihrem Gotti oder ihrem Götti durch ein Spalier der andern Kinder spazieren.

Mit diesem ersten Schultag sei allerdings die Arbeit der Gottis und Göttis noch längst nicht getan.

Klassen arbeiten zusammen

«Die Idee ist, dass im Laufe des Schuljahres an Schulanlässen die beiden Klassen zusammenarbeiten oder gemeinsam etwas unternehmen», erklärt Robert Singer das Konzept.

Jeder Erstklässler solle einen älteren Mitschüler als Ansprechperson haben.

Den Kindern der sechsten Klasse solle dies zudem die Möglichkeit bieten, sich «verantwortungsvoll in die Lage des Göttikindes zu versetzen» und sich dabei daran zu erinnern, dass vor nicht allzu langer Zeit sie selbst in der ersten Klasse gewesen seien. (rs.)





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