Tagblatt Online, 02. Juni 2009 01:04:51
Ersten Matchpunkt vergeben
Der FC Sirnach verlor auswärts in Tägerwilen mit 2:1 (0:0) und muss weiter um den Ligaerhalt bangen. Die Chance zu einem Sieg wäre möglich gewesen.
Urs Nobel
Fussball. Sirnach bezog beim Tabellendritten die «erwartete» Niederlage. Die Siegsicherung des Gastgebers geschah erst in der zweiten Halbzeit. Vorher waren es die Hinterthurgauer, welche die Akzente setzten und sich Chancen erarbeiteten, welche den Spielverlauf in eine andere Richtung hätten führen können.
Mit viel Moral
Mit dem Wissen, dass ein Erfolg in Tägerwilen bereits den Ligaerhalt bedeutet hätte, startete Sirnach furios und kam sofort zu Tormöglichkeiten.
In der neunten Minute brachte ein gezielter Kopfball durch Zurflüh aber nur Verwirrung im Team des Gegners. Es dauerte rund zehn Minuten, ehe sich Tägerwilen dazu aufraffen konnte, mitzuspielen und den Sieg anzustreben. Auf zwei sehenswerte Abschlüsse des Heimteams antwortete aber Strassmann mit einem verheissungsvollen Abschluss, der aber nur drei Eckbälle, die ohne zählbare Resultate blieben, zur Folge hatte.
In der 37. Minute musste sich Bresci im Tor der Sirnacher auf einen Freistoss hin aber strecken, um das 0:0 in die Pause zu retten. Ein Resultat, das nicht das Gesehene widerspiegelte, denn Sirnach hätte nach 45 Minuten 0:1 oder sogar 0:2 führen müssen.
Zuerst eine Schrecksekunde
Nach Wiederanpfiff war es dann aber der FC Tägerwilen, der das Zepter an sich riss und bereits mit seinem ersten Abschlussversuch aufzeigte, dass er nicht gewillt war, im Abstiegskampf das Zünglein an der Waage zu spielen.
Sirnach beanspruchte in jenem Zeitpunkt alles Glück der Welt, um nicht in Rückstand zu geraten.
In der 62. Minute war es dann aber doch so weit. Peli, der auffälligste Spieler des Gastgebers, traf aus einem Gewühl heraus zum 1:0. Niemand im Team der Hinterthurgauer schien sich in jenem Moment für ihn verantwortlich zu fühlen. Nur drei Minuten später war es derselbe Akteur, der am für ihn richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort stand und souverän nachdoppelte. Das 2:0 schmeichelte zwar dem FC Tägerwilen.
Aber der Gastgeber hatte aus seinen wenigen Möglichkeiten das Maximum erreicht, und das ist einfach das Privileg einer Mannschaft, die vorne in der Tabelle steht.
Den Chancen nachgetrauert
Spiridis Moutafis trauerte nach dem Spiel den vergebenen Chancen nach, die seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit versiebt hatte.
Es wäre wohl für alle Beteiligten schön gewesen, wenn der FC Sirnach es gestern geschafft hätte, vorzeitig den Ligaerhalt zu schaffen. So oder so, heute Dienstag wird der Mannschaft der neue Trainer vorgestellt. Ach ja, das bleibt fast noch vergessen, Preuss gelang in der 93. Minute noch der Anschlusstreffer.
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