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Tagblatt Online, 27. Oktober 2008 01:05:49

Die bessere Effizienz sorgte für den Unterschied

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Die Uzwiler konnten gleich drei Mal zum Torjubel ansetzen. (Bild: Bild: uno)

Der FC Uzwil wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt das Derby gegen den FC Sirnach klar mit 3:0. Für die Tore waren Blazanovic, von Dach und Obrist zuständig. Emotionen zeigte am Ende aber ein anderer.

Marcel Wild

Fussball. «Ohne Tore gewinnst du kein Spiel», klagte Sirnachs Assistenztrainer Andreas Breitenmoser nach Spielschluss. Er tönte dabei die miserable Chancenauswertung seiner Mannschaft an. Der Grund für die Derby-Niederlage ist daher nicht bei den abwesenden Spielern zu suchen, sondern bei der Effizienz im Abschluss.

Entgegen dem Spielverlauf

Wer das Tor nicht schiesst bekommt es, besagt ein altes Fussballsprichwort. Es passte zur 23. Minute. Sirnach besass bis dahin mehr Spielanteile und hätte durch die Grosschancen von Bitzer und Golem führen müssen. Der Ursprung zur Uzwil-Führung war ein Barrasa-Freistoss.

Der aufgerückte Innenverteidiger Blazanovic profitierte von einem Abwehrfehler des deutlich verunsicherten Gästetorhüters Kunz und erzielte das schmeichelhafte 1:0. Die Gäste aus dem Hinterthurgau verpassten es, die Überlegenheit in der ersten Halbzeit in ein Tor umzumünzen und mussten in der 26. Minute froh sein, dass Schiedsrichter Georgis, nach einer Intervention von Gafuri an Barrasa, nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Für die erste Aufregung in den zweiten 45 Minuten sorgte der Sirnacher Wiesmann. Er brachte das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unterzubringen. Sirnach-Trainer Wämsi Bosshart musste seine taktischen Überlegungen in der letzten halben Stunde anpassen. Dies erwies sich aber nicht als Vorteil.

Umstellung ohne Erfolg

Im Gegenteil, denn in der 68. Minute schloss von Dach eine Kombination über Camara und Obrist erfolgreich ab. Topscorer Obrist sorgte fünf Minuten später, unter den Augen des Ex-Uzwil-Trainers Roland Näf, für die endgültige Entscheidung.

Grossen Applaus gab es kurz vor Schluss für Filip Pudic, der sein letztes Heimspiel für den FC Uzwil bestritt. Nach acht Jahren auf der Rüti verlässt der faire Offensivspieler Uzwil aus privaten Gründen Richtung Zürich. Nach dem Schlusspfiff liess er seinen Gefühlen freien Lauf. Ein Tor wollte ihm zum Abschluss nicht gelingen, doch mit den drei Punkten hält der FC Uzwil mit der Spitze Schritt. Die Sirnacher mussten ohne einen Punktgewinn die Heimreise antreten.

FC Uzwil – FC Sirnach 3:0 (1:0) Rüti – 105 Zuschauer – Sr. Georgis Tore: 23. Blazanovic 1:0, 68. von Dach 2:0, 73. Obrist 3:0. FC Uzwil: Zahner; Willi, Dal Molin, Blazanovic, Weber; Barrasa, Pudic (89. Fasoli), Marku, von Dach (76. Tasdelen); Camara (68. Bylygbashi), Obrist. FC Sirnach: Kunz; Gafuri, Bühler, Golem, Preuss; Tomasello, Vlachos, Alves, Wiesmann (82. Yassine); Bitzer, Zurflüh (56. Imeri). Bemerkungen: Uzwil ohne Malinovic (verletzt), Duhanaj (Ausland), Uzunovic (Hochzeit) und Weinhappl (nicht im Aufgebot). Sirnach ohne Schwager (gesperrt), Atak, Scherrer, Kayserilioglu, Urbisaglia, Haag, Fink, Niedermann und Knittel (alle verletzt). Verwarnungen: 22. Bühler (Foul), 26. Golem (Foul), 50. Preuss (Foul), 55. Camara (Foul).




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