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Tagblatt Online, 03. September 2010 01:03:00

Weniger gefährliche Flächen

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Der Boden an der St. Gallerstrasse 29 in Zuzwil ist laut Kataster seit 1986 mit Benzin belastet. Damals soll eine Tankstelle geleckt haben. (Bild: Bild: Mario Fuchs)

ZUZWIL. 1996 waren auf dem Zuzwiler Gemeindegebiet gegen hundert mit giftigen Stoffen belastete Standorte verzeichnet. Bei einer kürzlich vom Kanton vorgenommenen Aktualisierung konnte diese Anzahl auf gegenwärtig 19 gesenkt werden. Lediglich einer davon bedarf weiterer Massnahmen.

Es sind ehemalige Abfalldeponien, Standorte von Betrieben, die mit giftigen Stoffen arbeiteten, Unfallstellen oder auch Kugelfänge von Schiessständen. Sie alle müssen von Gesetzes wegen vom Kanton aufgespürt, vermessen und verzeichnet werden. Dafür gibt es den «Kataster belasteter Standorte», der in den vergangenen Jahren vom Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen sukzessive aktualisiert wurde.

Daraus ging hervor, dass auch in den Dörfern Zuzwil und Züberwangen solche gefährliche Flächen vorhanden sind, jedoch in enorm geringerer Anzahl, als bislang angenommen.

Schiessstände sanieren

1996 waren im Verdachtsflächenkataster der Gemeinde Zuzwil gegen 100 Standorte verzeichnet. Diese «möglicherweise belasteten» Flächen – 18 Altablagerungen und 80 Betriebsstandorte – wurden nun überprüft. Bei einem Grossteil konnten die Fachleute nun Entwarnung geben.

Jedoch sind noch immer insgesamt 19 belastete Flächen verblieben. Darunter befinden sich neun Altablagerungen sowie fünf Betriebsstandorte. Darin eingeschlossen sind auch die beiden Schiessstände in Zuzwil und Züberwangen, welche laut Gemeinderatsschreiberin Samantha Bruggmann dereinst saniert werden müssen. «Im Lenter ist die Ausführung dieser Kugelfangsanierung an die Bewilligung der geplanten Überbauung geknüpft, in Züberwangen wird der Gemeinderat gemeinsam mit dem Grundeigentümer und

dem Schützenverein Züberwangen noch nach einer Lösung suchen müssen», erklärt Samantha Bruggmann auf Anfrage. Im Lenter wird bereits länger nicht mehr geschossen, in Züberwangen wird das letzte Schiessen am Samstag, 25. September, stattfinden.

Nur an einem Ort gefährlich

Laut der Gemeinde Zuzwil seien diese Standorte – abgesehen von einer einzigen Ausnahme – der Kategorie a (keine schädlichen oder lästigen Einwirkungen) sowie der Massnahmenklasse C (weitere Massnahmen erst bei einem Bauvorhaben oder einer Nutzungsänderung) zugeteilt.

Ein Betriebsstandort wurde allerdings der Kategorie b (Standorte, bei denen untersucht werden muss, ob sie überwachungs- oder sanierungsbedürftig sind) sowie der Massnahmenklasse B (weitere Massnahmen sind erforderlich) zugeteilt. Dabei handelt es sich um die Liegenschaft an der St. Gallerstrasse 29 in Zuzwil.

Nachforschungen bei der Gemeindeverwaltung haben ergeben, dass dort im Jahre 1986 eine Tankstelle geleckt haben soll. Seither ist jener Boden mit Benzin verunreinigt. «Wir werden das im Auge behalten. Welche Massnahmen genau nötig sein werden, muss noch abgeklärt werden», so Samantha Bruggmann.

Ebenfalls Abklärungen erforderlich sind danebst bei weiteren fünf Altablagerungsstandorten, die bisher von den Experten des Kantons St. Gallen noch nicht auf eine mögliche Belastung untersuch wurden. (gk./mf.)





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