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Tagblatt Online, 10. September 2010 01:03:35

Einblick in die Kulturgeschichte

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Was es da wohl zu sehen gibt? Der Johanneschor Niederhelfenschwil im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. (Bild: Bild: zVg.)

Der Johanneschor Niederhelfenschwil begab sich auf einen Ausflug nach Süddeutschland

24 teilnehmende Chormitglieder stiegen in Niederhelfenschwil und Zuckenriet in den Bus der Schönholzer Reisen ein. Zum ersten Tagesziel in der Nähe von Tuttlingen gelangte die Reisegesellschaft durch eine reizvolle Wald- und Hügellandschaft.

Mit einer erfahrenen Führerin erkundeten die Sängerinnen und Sänger das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. Auf dem rund zweistündigen Rundgang klärte die Führerin mit spannenden Hintergrundinformationen über die Herkunft der Häuser, ihre Geschichte und die Lebensweise der damaligen Dorfbewohner auf. So wies sie unter anderem auch auf die im Gelände frei lebende Schweinerasse oder die alten Getreidesorten hin, welche die frühere Landnutzung zeigten.

Ebenso erklärte sie die kuriose Geschichte des Kaufhauses Pfeiffer mit seiner authentischen Einrichtung. In der Sägerei konnten die Interessierten den kurzzeitigen Einsatz der Gattersäge verfolgen, die über ein grosses Wasserrad angetrieben wird.

Süddeutsches Ballenberg

Ähnlich wie im Schweizer Freilichtmuseum Ballenberg bietet auch das Museum in Neuhausen ob Eck den Besuchern einen Einblick in die dörfliche Wohnkultur der südwestlichen Region Baden-Württembergs.

Im historischen Dorfgasthaus Ochsen war denn auch am Mittag eine der gemütlichen Gaststuben für den Niederhelfenschwiler Chor reserviert. So konnten die Chormitglieder regionale Spezialitäten wie Schweinebraten mit Spätzle oder Kässpätzle geniessen.

Bald dampfte im grenznahen Weizen die historische Sauschwänzlebahn daher.

Die Museumsbahnstrecke mit einer Länge von 25 Kilometern wurde 1977 in Betrieb genommen, nachdem sie ein Jahr zuvor von der Deutschen Bundesbahn stillgelegt worden war. Die 1887 bis 1890 erbaute Strecke gilt heute als technisches Kulturdenkmal und Zeuge deutscher Ingenieurbaukunst.

Russige Köpfe

In zahlreichen Schleifen, Kehrtunnels und über Stahlbrücken windet sich die von einer historischen Dampflokomotive gezogene Bahn durch das romantische Wutachtal, was der Bahn auch ihren Namen gab.

Natürlich verlockte die erlebnisreiche Fahrt die Hobbyfotografen zu etlichen Schnappschüssen. So zog es sie ins Freie zwischen die Wagen. Im Endeffekt mussten nach der Ankunft im Bahnhof Blumberg russige Hände und Köpfe mit Feuchttüchern gereinigt werden. (ei.)





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